Vertragsverlängerung? „Wir werden uns einigen!“
Leon Pomnitz schaut auf das Spiel der SG Barockstadt im Hessenpokal beim Hessenligisten Bayern Alzenau. © Charlie Rolff
Wie lief die Vorbereitung auf die Restrunde aus ihrer Sicht?
Wir haben das Beste aus den gegebenen Umständen gemacht. Die Platzsituation in der Johannisau ist bekanntermaßen nicht optimal. Witterungsbedingt war in der ersten Woche draußen überhaupt nichts möglich. Dann haben wir lange auf dem Kunstrasen trainiert, der nicht der Neueste ist. Aber wir sind trotzdem ganz gut durchgekommen. Das Ziel ist schließlich nur, dass wir mit einem guten Fitnesszustand in die Restrunde gehen und keine Verletzten haben. Das haben wir gut hinbekommen.
Wie liefen die Testspiele?
Man hat gemerkt, dass man viel ausprobiert und immer enorm durchgewürfelt haben. Jeder hat meistens nur 45 Minuten, auch mal auf einer ungewohnten Position. Da ist die Aussagekraft nicht wirklich groß. Aber man hat gesehen, dass wir sehr variable Spieler haben. Egal, wer, mit wem und auf welcher Position: Es hat funktioniert. Man hat aber auch in der Vorrunde schon gesehen, dass wir in der Breite gut aufgestellt sind. Das Problem, dass wir nur 13, 14 Spieler hatten und es dahinter ein bisschen mau wurde, das haben wir seit dieser Saison behoben.
Wie machen sich die Neuzugänge?
Delano Gouda habe ich erst fünfmal gesehen. Er ist eine super Ergänzung für den Kader, weil er Präsenz, Schnelligkeit und technische Klasse mitbringt. Es bleibt abzuwarten, wie das im Spiel dann so ausschaut. Bei Clint Essers merkt man, dass er Dampf hat. Ihn habe ich ein paar Mal zum Training mitgenommen und mein Eindruck ist, dass er sein super Kerl ist. Clint muss erst mal verstehen, was der Trainer von ihm will. Für beide ist es schwierig – so wie immer, wenn man im Winter vor der zweiten Halbserie kommt. Vor allem, weil wir auch keine Baustellen haben.
Das Pokalspiel in Alzenau ist eine sehr undankbare Aufgabe, oder?
Auf jeden Fall könnte es ungemütlich werden. Aber im Pokal ist das sowieso immer möglich. Wir wissen um die Qualität von Alzenau, nicht nur, weil ein paar altbekannte Gesichter von uns mit dabei sind . Trotzdem müssen wir weiterkommen.
Im Hessenpokal ist kein Verein dabei, der in der Tabelle über der SG Barockstadt steht. Darf man so ein bisschen vom DFB-Pokal träumen, den man mit dem Gewinn des Hessenpokals erreicht hätte?
Auf jeden Fall. Das ist auch eine riesen Zielsetzung. Trotzdem würde ich nie von einer Favoritenrolle sprechen, denn es sind noch genügend schlagkräftige Gegner dabei. Ich denke da an Steinbach Haiger, Kickers Offenbach, Hessen Kassel oder den FSV Frankfurt, aber auch an Hessenligisten wie den FC Gießen. Fakt ist aber auch: Gegen jeden Gegner, gegen den es noch gehen könnte, haben wir schon mal gewonnen.
Sie waren zwischenzeitlich ein bisschen krank. Sind Sie in Alzenau mit dabei?
Ja, ich bin wieder fit nach meiner Grippe.
Ein kurzer Blick zur Punktrunde, die nächste Woche mit dem Heimspiel gegen Freiberg startet. Was ist da möglich für Ihr Team?
Letztes Jahr haben wir 40 Punkte geholt und der beste Absteiger hatte nur 26 Zähler auf seinem Konto. Diesmal muss man von fünf Absteigern ausgehen und Aalen und Kassel stehen schon jetzt bei 26 Punkten. Da werden 40 Zähler nicht reichen. Ich gehe davon aus, dass wir 45, 46 Punkte brauchen. Wir müssen also aus 14 Spielen 13 Punkte holen. Freiberg wird gleich eine Standortbestimmung.
Wer ist Ihr Titelfavorit?
Die abgeklärteste Mannschaft waren die Stuttgarter Kickers. Das hat mich an Ulm aus dem Vorjahr erinnert. Die werden mit Homburg bis zum Schluss um den Titel mitspielen.
Ihr Vertrag läuft im Juni aus. Wie ist die aktuellen Tendenz?
Wir befinden uns bereits in den Gesprächen und es gibt nicht viele Möglichkeiten, um auf diesem Niveau weiterzuspielen und gleichzeitig meiner Arbeit nachzugehen. Ich denke, dass wir uns einigen werden, dass ich auch in der kommenden Saison für die SG Barockstadt Fußball spielen werde.

