VfB Friedberg und Oberstedten bejubeln Auswärtssiege
Gruppenliga Frankfurt West: Stierstadt und Dortelweil kalt erwischt
FV Stierstadt - VfB Friedberg 1:5 (0:2)
"Eigentlich war es ein offenes Spiel, indem wir ordentlich gespielt haben. Die Friedberger haben unsere Fehler aber eiskalt ausgenutzt und wir konnten unsere Chancen nicht verwerten", kommentierte Stierstadts Trainer Thomas Zampach die hohe Heimniederlage gegen die Burgenstädter. Mit einem Doppelschlag waren die Gäste durch Tanyal Fedler und Salih Yasaroglu vor dem Ablauf der ersten Viertelstunde komfortabel mit 2:0 in Führung gegangen. Im zweiten Abschnitt legten Lennart Retzloff mit einem Flachschuss ins linke Eck, Waldemar Patzwald und Yasaroglu mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend drei weitere Treffer nach, sodass der VfB zwischenzeitlich mit 5:0 vorne lag. Altan Sak konnte für die Stierstädter wenigstens noch den Ehrentreffer kurz vor Schluss besorgen. "Es kam alles zusammen. Wir haben uns im Kollektiv eine Auszeit genommen, was die Fehler angeht", monierte der ehemalige Profi der Frankfurter Eintracht und fügte hinzu: "Wenn wir daraus lernen, dann war das kein Rückschlag. Wir dürfen uns auch nicht vom aktuellen dritten Tabellenplatz blenden lassen. Deswegen schaue ich nur auf die Punktzahl".
Während der FV den möglichen Sprung an die Tabellenspitze verpasst hat, haben die Friedberger offenbar die Kehrtwende nach dem Null-Punkte-Fehlstart geschafft. Denn der Dreier in Stierstadt war der dritte Sieg in Folge, mit dem sich der VfB bis auf Rang zehn vorgearbeitet hat. Und das ohne den derzeit im Urlaub weilenden Cheftrainer Andreas Pelka, der wie im Heimspiel gegen die Spvgg. 02 Griesheim vom Spielausschuss-Vorsitzenden Carsten Lesiak auf der Trainerbank vertreten wurde. "Der Sieg war absolut in der Höhe verdient. Nach dem 3:0 für uns hat Stierstadt die Köpfe hängen lassen", fasste VfB-Sprecher Kevin Mauckner zusammen und betonte: "Seit drei Spielen haben wir nun die gleiche Startformation zur Verfügung. Nur Janos Schmidt hat heute gefehlt".
Schiedsrichter: Tervan Tavasolli (Offenbach).
Zuschauer: 80.
Tore: 0:1 Tanyal Fedler 813.), 0:2 Salih Yasaroglu (14.), 0:3 Lennart Retzloff (58.), 0:4 Waldemar Patzwald (74.), 0:5 Salih Yasaroglu (76.), 1:5 Altan Sak (89.).
SC Dortelweil - 1. FC 09 Oberstedten 2:4 (1:2)
"In meinen Augen wollte Oberstedten den Sieg mehr und hat die Zweikämpfe besser angenommen", erkannte Dortelweils Co-Trainer Gökhan Kocatürk die Heimniederlage gegen die Gäste aus dem Hochtaunus an. Den eingefahrenen 4:2-Sieg des FCO leitete Daniel Wolf schon nach wenigen Minuten ein, als er am langen Pfosten freistehend die Rissling-Elf mit 1:0 in Führung brachte. Der Ausgleich der Wetterauer durch einen 18-Meter-Freistoß von Nando Pröckl ließ aber auf dem Kunstrasenplatz nicht lange auf sich warten. Doch auch Oberstedten schaltete wieder schnell um und erlangte in Person von Emin Basdar die erneute 2:1-Führung. Da waren gerade einmal zwölf Minuten gespielt und die Begegnung hatte schon richtig an Fahrt aufgenommen. Das Spiel beruhigte sich dann etwas und nahm bis Mitte der zweiten Hälfte an Höhepunkten ab. Die leidenschaftlich agierenden Gäste aus dem Tannenwald konnten dann durch eine feine Einzelleistung von Nouri Jeghan die Führung auf 3:1 ausbauen. Nach dem 2:3-Anschlusstor durch den Volleyschuss Kevin Cholewas spielte Dortelweil mutig nach vorne, die Hintermannschaft schlief aber im entscheidenden Moment ein weiteres Mal.
Der eingewechselte A-Jugendliche Marco Rollow behielt bei einem Konter die Übersicht und schob zum vielumjubelten 4:2-Sieg des FCO ein. "Diese Niederlage ist schon ein Nackenschlag, weil uns normale Tugenden wie Leidenschaft und Zweikampfverhalten gefehlt haben", zeigte sich Kocatürk nach der zweiten Niederlage der Bad Vilbeler Vorstädter in Folge enttäuscht. FCO-Trainer Artur Rissling hatte dagegen nach der enttäuschenden Heimniederlage gegen Stierstadt (1:2) vor Wochenfrist diesmal wieder das "wahre Oberstedten" gesehen. "Wir haben darüber gesprochen und heute die Sachen gut umgesetzt. Es hat uns das ausgezeichnet, wofür wir bekannt sind. Wir haben eine Reaktion gezeigt und mit Leidenschaft und Laufbereitschaft auch spielerisch überzeugt. Von daher war es für uns in einem umkämpften Spiel ein verdienter Sieg, weil auch unsere Taktik voll aufgegangen ist", resümierte Rissling und verabschiedete die Mannschaft in ein langes Wochenende: "Am Montag ist trainingsfrei. So können sich die Jungs drei Tage lang regenerieren".
Schiedsrichter: Sebastian Betz (Bad Soden-Salmünster).
Zuschauer: 60.
Tore: 0:1 Daniel Wolf (2.), 1:1 Nando Pröckl (9.), 1:2 Emin Basdar (12.), 1:3 Nouri Jeghan (64.), 2:3 Kevin Cholewa (68.), 2:4 Marco Rollow (76.).


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