Viktoria Bronnzell auf dem Weg an die Spitze

Mit einem Sieg gegen Burghaun wäre man Gruppenliga-Tabellenführer

08. Oktober 2015, 14:00 Uhr

Die Bronnzeller Fans wollen diesmal die Tabellenführung bejubeln. Foto: Ralph Kraus

Muss der spielfreie RSV Petersberg tatenlos zusehen, wie er von Viktoria Bronnzell vom Thron des Spitzenreiters der Gruppenliga gestoßen wird? Vieles deutet darauf hin, denn kaum jemand glaubt, dass der Neuling aus Burghaun in Bronnzell viel holen wird.

SG Bronnzell - SV Burghaun (Sonntag, 15 Uhr)

Mit einem Sieg dürfte man in der Heppeau die Tabellenführung feiern. Sascha Fiedler ist bei der Viktoria diesmal wieder mit dabei, dafür fehlt diesmal Mario Simonovski.
„Das wir so viele Rückstände aufgeholt und die Spiel gedreht haben, das spricht ja für die super Moral der Mannschaft. Das Team zeigt einen unheimlichen Charakter, aber ganz ehrlich? Ich hätte nichts dagegen, wenn wir diesmal mal selbst in Führung gehen würden und die Sache ein bisschen entspannter angehen könnten“, schmunzelt Bronnzells Trainer Stefan Dresel, der aber auch warnt: „Die Tendenz bei Burghaun zeigt klar nach oben. Wir gehen als Favorit ins Spiel, müssen das aber absolut seriös angehen.“

SV Großenlüder - SG Johannesberg (Sonntag, 15 Uhr)

Nach vier Niederlagen aus den vergangenen fünf Spielen ist die Aufstiegseuphorie bei der SG Johannesberg verflogen: In Großenlüder muss die Mannschaft von Oliver Starke punkten. Ansonsten droht man zumindest vorerst in den Kreis der Abstiegskandidaten abzurutschen.
„Man darf aber einige Dinge nicht außer acht lassen: Wir spielen bis auf zwei Spieler mit den Leuten, die schon unter Stephan Walter mehrfach versucht haben in die Gruppenliga aufzusteigen. Und jetzt sollen wir in der neuen Liga plötzlich Meister werden? Dazu kann ein Großteil der Mannschaft nur ein Mal die Woche trainieren. Leute, die intern am Stand sind, die wissen das“, macht Trainer „Ole“Starke seinem Unmut über zu hohe Erwartungen Luft.
Paul Brylski habe beispielsweise drei Wochen im Training gefehlt, Alex Reksius gar erst insgesamt drei Wochen trainiert erklärt Starke, der mit Großenlüder beruflich verbunden ist, sich der Bedeutung des Spiels aber absolut bewusst ist. „Großenlüder ist klar am aufsteigenden Ast, wir dagegen stehen am Scheideweg.“

FSV Thalau – TSV Bachrain (Samstag, 16 Uhr):

Schrecksekunde für Thalau am Montag im Training: Florian Storch war umgeknickt und musste mit Problemen im Sprunggelenk die Einheit abbrechen. Bis heute ist ungewiss, ob der Spielmacher morgen auflaufen kann.
„Bachrain hat viel Klasse, auch wenn die letzten Spiele vielleicht nicht so gut gelaufen sind“, sagt Trainer Jörg Meinhardt, der nicht mit allem rund um den Wittiggrund einverstanden ist. „Manche Spieler müssen endlich kapieren, welche Verantwortung sie diese Saison haben. Der Verein will weitgehend mit den Leuten spielen, die schon in der Kreisoberliga für den FSVgespielt haben. Steigen wir aber ab, dann werden uns womöglich mehrere Leute verlassen, weil die nicht mehr Kreisoberliga spielen wollen. Es liegt an allen, dass wir das verhindern und der eingeschlagene Weg erfolgreich wird.“

SG Schlüchtern/Elm – SG Ehrenberg (Samstag, 16 Uhr):

„Das kannst du niemandem erklären: Seit vier, fünf Wochen brechen uns jede Woche fünf, sechs Leute weg, aber seitdem holen wir die Punkte“, wundert sich Schlüchterns Coach Bilal Seker, dessen Elf nur eines der letzten sieben Spiele verloren hat. „Ich bin selbst mal gespannt, ob wir gegen ein Spitzenteam wie Ehrenberg mittlerweile mithalten können. Gegen Petersberg haben wir eine ordentliche Abreibung bekommen, aber gegen Bronnzell und Eichenzell haben wir uns gut verkauft“, so Seker.

TSV Rothemann - Hessen/Spvgg. Hersfeld (Sonntag, 15 Uhr)

„Es ist ja immer schön, wenn man eine Schlagzeile bekommt. Wenn wir diesmal aber eine bekommen, dann wird sie sicherlich nicht positiv ausfallen. Deshalb kann ich nur warnen: Das wird ein ganz gefährliches Spiel für uns“, sagt Rothemanns Abteilungsleiter Dirk Odenwald vor dem Duell mit dem punktlosen Letzten. „Wir werden nach der Spielersitzung, aber auch vor dem Spiel als Funktionäre nochmal an die Mannschaft appellieren: Das Spiel darf niemand auf die leichte Schulter nehmen.“

Zuletzt in Ehrenberg, aber auch davor beim 2:1 gegen Bachrain habe Rothemann von der Moral und der Kampfbereitschaft absolut ordentlich gespielt so Odenwald. „Wir wussten ja vorher, dass wir gegen den Abstieg spielen und uns ist bewusst, dass wir über die Gemeinschaft kommen müssen, weil wir eben keinen echten 20-Tore-Stürmer haben“, sagt Odenwald, der froh ist, dass Daniel Rother wieder selbst mitspielt. „Das gibt der Mannschaft Sicherheit.“

Autor: Ralph Kraus

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