Vogelsberg spezial: Schlitzerland unter Druck
Kreisoberligen: Spitzenreiter reist nach zwei Niederlagen zu Schlusslicht Steinhaus
Gegen Ulstertal hatten Christian Schmidt (rechts) und die SG Schlitzerland das Nachsehen. Foto: Ralph Kraus
Kreisoberliga Mitte:
SV Steinhaus – SG Schlitzerland (Sonntag, 15 Uhr):
Mit zwei Niederlagen am vergangenen Wochenende hat sich Schlitzerland die gute Ausgangslage im Aufstiegskampf verspielt – nur noch zwei Punkte beträgt der Vorsprung vor Verfolger Burghaun. Wieder in die Spur kommen will der Spitzenreiter beim Tabellenletzten Steinhaus. Nach der 0:8-Klatsche gegen Hünfeld II und der 2:7-Hinspielpleite gegen die Elf von Bardo Hirsch ist trotz der Formkrise des Tabellenführers wieder mit einem hohen Auswärtssieg zu rechnen.
SG Maar/Heblos/Wallenrod – Spvgg. Bimbach (Sonntag, 15 Uhr):
Die Dreierspielgemeinschaft hat sich durch den Sieg in Stockhausen wohl aller Abstiegssorgen entledigt; 10 Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz. Anders sieht die Sache bei Bimbach aus, die nur ein Vier-Punkte-Polster vorweisen. Die Gäste wollen nach Siegen gegen Stockhausen/Blankenau und Schlitzerland nun den dritten Dreier in Serie einfahren.
SG Ulstertal – SG Stockhausen/Blankenau (Sonntag, 15 Uhr):
Die 0:1-Niederlage gegen Maar/Heblos/Wallenrod war bezeichnend für die aktuelle Situation von Stockhausen/Blankenau – zunächst kam der Schiedsrichter eine Stunde zu spät, anschließend entschied ein Eigentor von Christoph Schell die Partie: „Im Sturm waren wir wieder zu harmlos, die Durchschlagskraft hat gefehlt. Und dann machen wir hinten das Ding selber rein“, zeigte sich Interimstrainer Udo Brähler konsterniert. Durch die Siege der Konkurrenz ist die SG jetzt „zum Siegen verdammt“, beginnen soll die Serie bei der SG Ulstertal: „Wir wollen gewinnen, wir wissen aber, wie die Situation ist. Von der Einstellung her kann ich den Jungs keinen Vorwurf machen, wir schießen aber leider zu wenig Tore.“ Zu den Gerüchten, dass eine Fusion mit der Spvgg. Hosenfeld anstehen könnte, äußerte sich der Trainer und Abteilungsleiter in Personalunion folgendermaßen: „Da ist definitiv nichts dran. Es haben nie Gespräche stattgefunden, es stand auch niemals zur Debatte. Die Stammvereine Stockhausen und Blankenau wollen zusammen weiter machen“, so Brähler.
Kreisoberliga Süd:
SG Freiensteinau – TSG Lütter (Samstag, 15 Uhr):
Als „moralischer Sieger“ kann sich die SG Freiensteinau gegen den Haimbacher SV fühlen – zwei Minuten vor Ende erzielte Kevin Stribny per Freistoß den 2:2-Ausgleich. Gegen Lütter soll es nun den ersten Erfolg nach drei sieglosen Partien geben: Der Gegner bestritt seine letzte Partie Ende März – mit 0:6 ging das Spiel von Seiten der Gäste in Haimbach auch gehörig in die Hose.

