Von einer Wende will Paliatka noch nichts wissen

Hessenliga: Steinbach möchte bei Tabellennachbar Griesheim nachlegen

19. Oktober 2017, 10:05 Uhr

Patr Paliatka (rechts) und Fabian Wiegand wollen nachlegen. Foto: Kevin Kremer

Vier Punkte aus zwei Spielen holte der SV Steinbach zuletzt, die Formkurve zeigt klar nach oben. Beim Tabellennachbarn Viktoria Griesheim soll am Samstag (14.30 Uhr) nachgelegt werden.

Während die Männer aus dem Mühlengrund beim 2:2 in Waldgirmes das Glück auf ihrer Seite hatten, verdiente sich der SVS den 2:1-Sieg gegen Baunatal mit einer starken kämpferischen Leistung. „Von 100 Leuten hätte im Vorfeld wohl keiner drauf gewettet, dass wir dieses Spiel gewinnen“, so Spielertrainer Petr Paliatka stolz. Gerade defensiv agierte Steinbach aber richtig gut, das soll auch das Mittel in den kommenden Wochen sein.

„Wenn wir in der ersten Halbzeit fünf Gegentore kriegen, können wir kein Spiel gewinnen. Schon beim letzten Spiel in Griesheim haben wir aber nicht viel zugelassen“, erinnert sich Paliatka an das Spiel vor einem Jahr, als seiner Truppe nach einer Niederlagenserie zuvor ein eminent wichtiger 1:0-Sieg gelang. So schlimm ist die Situation zum jetzigen Zeitpunkt nach den vergangenen beiden Spielen aber nicht, „dennoch würde ich noch nicht von einer Wende sprechen. Wir müssen einfach Woche für Woche unsere Leistung abrufen“.

Angesichts der Tabellenkonstellation wäre ein weiteres Erfolgserlebnis äußerst erstrebenswert, schließlich könnte der Viertletzte mit einem Sieg beim Fünftletzten den Rückstand auf einen Zähler verkürzen. Personell sieht es aber nicht gerade rosig aus, im Vergleich zur Vorwoche muss jetzt wohl auch noch Vuk Toskovic (Oberschenkelverletzung) passen. „Man muss immer sehen, wie viele Verletzte wir haben. Die Jungs, die jetzt die Chance kriegen, bringen gute Leistungen. Auch wenn wir mit dem letzten Aufgebot nach Griesheim fahren, werden wir alles dafür tun, um etwas mitzunehmen.“

In der Vorsaison konnte Steinbach sogar beide Spiele gegen Griesheim für sich bestreiten, daheim gab es einen 3:1-Sieg. „Ich würde aber nicht sagen, dass uns Griesheim besonders gut liegt. In der Liga geht es einfach sehr ausgeglichen zu, da kann jeder jeden schlagen“, betont Paliatka. Die Aufwärtstendenzen der Steinbacher sind auch Griesheims Trainer Suat Türker nicht verborgen geblieben: „Die sind auf dem aufsteigenden Ast und werden sich denken, wenn sie nicht gegen uns Punkte holen, gegen wen dann sonst. Wenn es bei uns allerdings vom Kopf, der Motivation und der Einstellung her passt, dann geben wir das Spiel nicht aus der Hand.“ / kol, cw

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