War das Gollins letztes Spiel?
Verbandsliga: Lehnerz II gewinnt Derby
Vieles hatte vor dem Anpfiff danach ausgesehen, als würde das Duell bei seinem Ex-Verein die letzte Partie Gollins als Petersberger Trainer sein. Und so richtig zerstreuen konnte oder wollte der 48-Jährige diese Spekulationen nicht. Direkt nach Spielschluss, so Gollin, wolle er sich allerdings nicht äußern. „Ich möchte jetzt erst mal mit der Mannschaft reden. Und dann wird es Anfang der Woche eine offizielle Mitteilung geben“, erklärte der Coach, räumte aber ein, dass es schon eine Tendenz zum Aufhören gebe und er in den letzten Monaten viele Körner gelassen habe.
Im Duell bei Lehnerz II musste er sich darin bestätigt sehen, was er in den letzten Wochen immer angemerkt hatte – es sei ein Spiegelbild der Saison gewesen. „Wir sind dem Gegner ebenbürtig, schaffen es aber nicht, ein entsprechendes Ergebnis zu erzielen.“ Immerhin: Die Moral auf dem Platz scheint intakt. Trotz der drei Nackenschläge vor der Halbzeit waren die Grünen nach dem Wechsel um Resultatsverbesserung bemüht. Bei Kopfbällen von Brzoza (65.) und Zehner (69.) war das auch drin, aber letztlich blieb Petersberg im Abschluss glücklos. Schon vor der Pause gab es gute Chancen, etwa, als Tim Stenger nach seinem Solo an TSV-Keeper Benedikt Kaiser scheiterte (29.).
Lehnerz II mit dicken Brocken
Und so rannten die Gäste, bei denen Daniel Nüchter und Patrick Wingenfeld fehlten, bis zum Schluss vergeblich dem 0:3 hinterher, das sie zum Teil selbst verschuldet hatten. Weder beim dritten Treffer, als Christian Beikirch ein Schuss von Robin Sorg über die Finger ins Tor glitt, noch beim 1:0 durch einen Flatterball von Jan Henrik Wolf machte der RSV-Torhüter eine gute Figut. Allerdings muss man zu seiner Entlastung auch sagen, dass sich Wolf den Ball in aller Seelenruhe zurecht legen konnte, ohne dass ein Petersberger eingegriffen hätte.
Dazwischen lag das 2:0, ein Kopfball von Christoph Sternstein nach präziser Flanke Daniel Heils. „Nach diesen drei Toren haben wir dann in der zweiten Halbzeit mehr oder weniger das Ergebnis verwaltet“, gab der Torschütze zu, „aber man hat den Petersbergern dann auch angemerkt, dass sie sich aufgegeben hatten.“ Die gute Mittelfeldplatzierung der Lehnerzer ist für Sternstein derweil kein Anlass, sich in Sicherheit zu wiegen: „Wir haben jetzt ein paar dicke Brocken vor uns. Die nächsten drei Gegner heißen Weidenhausen, Sand und Hünfeld.“ / hw
Die Statistik:
TSV Lehnerz II: Kaiser – Heil, Vilmar, Dücker, Weldetnsae – Hohmann, Wittke (89. E. Sarvan), Wolf (76. Milenkovski) – Sternstein, Göbel (63. Balzer), Sorg.
RSV Petersberg: Beikirch – Kilian, M. Aschenbrücker, Brzoza, Vogt (42. B. Aschenbrücker) – Bleuel, Wehner – von Pazatka, Zehner, Kücükler – Stenger.
Schiedsrichter: Andreas Link (Egelsbach).
Zuschauer: 250.
Tore: 1:0 Jan Henrik Wolf (33.), 2:0 Christoph Sternstein (35.), 3:0 Robin Sorg (45.).


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