Wehner bekommt kein Punkte-Präsent
Verbandsliga: RSV unterliegt SSV
Nur zu gerne hätten die Petersberger Julian Wehner zur tags zuvor vollzogenen standesamtlichen Vermählung ein Geschenk in Form von Punkten dargereicht, doch der RSV ist aktuell noch nicht in der Lage gegen die Topteams der Liga Zählbares einzufahren.
Auch weil die Personalprobleme immer weiter zunehmen: Neben Routinier Daniel Freidhof saßen lediglich die Youngsters Andreas Prendi und Paul Reinhard auf der Ersatzbank. Kurzfristig ausgefallen war auch noch Daniel Nüchter.
Getreu dem Motto, das alles was laufen kann auch spielen muss, stellte sich sogar Wehner in den Dienst der Mannschaft und spielte 24 Stunden nach der eigenen Trauung selbst.
„Gerade gegen solche Topteams können wir die Ausfälle nicht kompensieren“, muss Wehner eingestehen und gratulierte Sand zum verdienten Sieg: „Das muss man fairerweise sagen, das ist eine super Truppe.“
Sein Team zeigte gerade in der ersten Halbzeit eine starke Leistung und durfte die eine oder andere Kontergelegenheit auf der Habenseite verbuchen. Nach der Pause wurden nach und nach die Lücken größer und Sand legte seinen größten Trumpf, nämlich das Kombinationsspiel, gleich mehrfach auf den Tisch. Auch bei den beiden Toren, als es jeweils über die Außen ging und Lukas Knigge sowie Daniel Wagner leichtes Spiel im Abschluss hatten. Mit der beruhigenden Führung hatte Sand keine Mühe, die drei Punkte einzufahren.
Für den RSV werden die nächsten Aufgaben nicht viel leichter: Zunächst geht die Reise nach Flieden, dann kommen Hünfeld und Schwalmstadt. Dann ist allerdings der schmerzlich vermisste Goalgetter Boris Aschenbrücker zurück.
Sand: Schmeer; Garwardt, Knigge (85. Wicke), Bräutigam, Oliev, Klitsch, St. Bernhardt, Guthof, Amert, Wippel (64, V. Moskaltschuk), Wagner (82. Itter).
Petersberg: Schwarz; Brzoza, Mötzung, Kücükler, Lindiger, Wingenfeld, von Pazatka, Stupp (72. Reinhardt), M. Aschenbrücker, Vogt, Wehner.
Schiedsrichter: Sebastian Klein (TSV Erksdorf). Zuschauer: 200. Tore: 1:0 Lukas Knigge (49.), 2:0 Daniel Wagner (66.).

