Westend bleibt dank Sabljic oben dran

Kreisoberliga Frankfurt: Nur 23 Tore insgesamt

13. März 2017, 01:00 Uhr

Giuliano Amante (am Ball) musste mit dem SV Heddernheim eine bittere 1:2-Niederlage gegen den FV Hausen hinnehmen. Foto: Pedro Acebes.

Torarmut in der Kreisoberliga Frankfurt: In den acht Spielen kamen gerade einmal 23 Tore zusammen, das sind weniger als drei Tore pro Begegnung. Der FV Hausen bleibt durch das 2:1 beim SV 07 Heddernheim an Rang zwei dran, während TuS Makkabi über ein mageres 0:0 gegen Fechenheim nicht hinaus kam. Der Zug nach oben ist für die SG Westend dank Petar Sabljics Doppelpack beim 2:1 gegen den FC Tempo noch nicht abgefahren. Im Kellerduell trennten sich der VfR Bockenheim und die TSG 51 1:1-Unentschieden.

FC Kalbach II - SC Weiss-Blau 1:2 (0:0)

"Wir hatten zu viele Abspielfehler im Spielaufbau. In der ausgeglichenen ersten Halbzeit haben wir versucht, das Spiel weiter zu kontrollieren", resümierte FCK-Trainer Karol Drynda die torlosen ersten 45 Minuten. Die Gäste von den Sandhöfer Wiesen hatten durch den auffälligen Stürmer Konstantin Schmidt Narischkin zwei gute Torchancen, bevor der Angreifer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte den Pfosten traf. Für die Verbandsliga-Reserve vergab Torjäger Lukas Höll die beste Gelegenheit. Der zweite Durchgang brachte dann auf dem Kunstrasenplatz - wenn auch spät - doch noch Tore. Oscar Kosok brachte die Niederräder in der angebrochenen Schlussviertelstunde mit 1:0 in Führung, Lukas Höll glich postwendend zum 1:1 aus. Zwei Minuten vor dem Ende besorgte Schmidt Narischkin die Entscheidung zum 2:1 für Weiss-Blau nach einem Eckball. "Nach dem Abtasten beider Gegner in der ersten Hälfte mit Torchancen bei uns, hat sich das Spiel in der zweiten Hälfte etwas neutralisiert. Als wir dann umstellten, kam noch mal neuer Schwung und wir konnten gut Drück ausüben. Die zweimalige Führung reichte aufgrund der wenigen Torchancen der Kalbacher und der Sieg ist unter dem Strich bedingt durch die erste Halbzeit verdient", lautete das Resümee von Weiss-Blaus Trainer René Möbus.

Kalbachs Trainer Karol Drynda bedauerte: "Schade, denn wir hätten im oberen Drittel andocken können". Mehr als über die Niederlage ärgerte sich der Kalbacher Reservecoach über die seiner Meinung nach "übertriebene Ausnutzung der Rückwechselregel". Es habe ständig Unterbrechungen aufgrund von Auswechslungen gegeben, beschwerte sich Drynda: "Ständig wurde lamentiert und es lag jemand verletzt am Boden. Dann wurde mindestens zehn bis zwölfmal ein Rückwechsel vorgenommen, um Zeit zu schinden. Das ist sehr ärgerlich, wenn ein Gegner diese Regel so ausnutzt und unseren Spielfluss unterbricht".

Schiedsrichter: Meiko Becker (Kefenrod). Zuschauer: 55.

Tore: 0:1 Oscar Kosok (76.), 1:1 Lukas Höll (78.), 1:2 Konstantin Schmidt Narischkin (88.).

TuS Makkabi - Spvgg. 03 Fechenheim 0:0

Nullnummer an der Bertramswiese! Der Aufstiegsanwärter kam gegen Fechenheim nicht über ein mageres 0:0 hinaus. "Es war ein hartumkämpftes Spiel mit wenigen Torchancen. Mich ärgert aber immer noch das Remis in Rödelheim", konstatierte der Sportliche Leiter der Makkabäer Maximilian Eilingsfeld. Mihaljevic und Saighani vergaben die wenigen Torchancen für die Gastgeber. Umstritten war die Szene, als Fechenheims Torwart Alessio Sciortino Makkabis Stürmer Ibrahim Abbouz zu Fall gebracht haben soll. "Da hätte es zwingend Rot und Elfmeter für uns geben müssen. Es gab aber Freistoß für Fechenheim", regte sich Eilingsfeld auf. In der Schlussphase gab es noch zwei Ampelkarten, je eine auf beiden Seiten.

Bei Fechenheim flog Dennis Balzer vom Platz, bei Makkabi Manuel Rodriguez. Bei den Fechenheimern löste das torlose Remis wesentlich mehr Freude aus. "Wir sind zufrieden mit dem Punkt, denn wir sind mit dem allerletzten Aufgebot angetreten, da uns fünf Stammspieler gefehlt haben. Das 0:0 ist als Erfolg zu werten, denn die junge Truppe hat das Herz in die Hand genommen. Es war nicht einfach, denn der Platz war in einem katastrophalen Zustand", berichtete Fechenheims Sportlicher Leiter Asghar Ali-Jaali, der sich über die "unfaire Spielweise" des Kontrahenten beschwerte: "Ibrahim Abbouz und Marlon Huberman hätten auch wegen Tätlichkeiten vom Platz fliegen müssen".

Schiedsrichter: Holger Noe (Mömbris). Zuschauer: 80.

Gelb-Rote Karten: Dennis Balzer (Fechenheim/71.), Manuel Rodriguez (Makkabi/86.).

1. FC 02 Rödelheim - SV Griesheim Tarik 0:2 (0:2)

Der Abwärtstrend der Rödelheimer hält weiter an. "Es war kein gutes Spiel zu erwarten. Der Platz war extrem hart und Tarik war technisch besser. Sie haben das routiniert runter gespielt", lautete das Fazit von Rödelheims Pressesprecher Volker Flauaus. Auf Zuspiel von Anas Amjahid brachte Marlon Schick die Griesheimer schnell mit 1:0 in Führung, der kurz zuvor erst eingewechselte Ex-Profi Fikri El Haj Ali zimmerte den Ball dann humorlos aus 25 Metern in den Winkel. Nach dem 2:0 kamen die typischen Probleme der Rödelheimer weiterhin zum Vorschein: Denn es mangelte bei den Gastgebern schlichtweg an offensiver Schlagkraft und Kreativität. Ohne den vorübergehend nach München abgewanderten Stürmer Enno Lang strahlte der RFC kaum Torgefahr aus.

Erst durch einen Freistoß von Nico Bach trafen die Hausherren den Pfosten. Rödelheim bleibt nur sechs Punkte vor der Abstiegszone und hat nächsten Sonntag ein richtungsweisendes Spiel in Heddernheim vor der Brust. "Bei uns schrillen die Alarmglocken", weiß Flauaus. Bei Griesheim Tarik will man die Saison nicht einfach so ausklingen lassen, obwohl das Team auf Rang sechs jenseits von Gut und Böse steht. "Der Sieg war zu keiner Phase des Spiels gefährdet", meinte Trainer Hamza Azaoum und gab folgendes Ziel aus: "Wir wollen unter den ersten fünf landen".

Schiedsrichter: Ruben Winter (Mainz). Zuschauer: 100.

Tore: 0:1 Marlon Schick (4.), 0:2 Fikri El Haj Ali (25.)

SV 07 Heddernheim - FV 1920 Hausen 1:2 (0:1)

"Es war ein glücklicher Sieg, um den wir bis zum Ende zittern mussten. Die Spielanteile waren ausgeglichen. Heddernheim war gut und wollte unbedingt gewinnen. Wir haben bestens versucht dagegen zu halten", war hinterher Hausens Trainer Martin Reyschmidt nur mit dem Resultat zufrieden. Vor 110 Zuschauern waren die abstiegsbedrohten Gastgeber nah dran an einem Punktgewinn, fielen durch die Niederlage wieder auf einen direkten Abstiegsplatz zurück. In der kampfbetonten Partie gab es wenig Spielfluss und viele Unterbrechungen. Gerade die Gäste von der Mühlwiese waren mit Standards gefährlich. So führte ein Freistoß sechs Minuten vor der Halbzeit zum 1:0 für die Lila-Weißen. Der Spezialist für ruhende Bälle Kerim Ben Neticha hatte sich den Ball zurechtgelegt und den Ball fest auf das Tor gebracht, SVH-Torhüter Marcin Czukiewicz konnte nur abklatschen und der eingewechselte Dominik Weber staubte zum 1:0 für Hausen ab.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Hausherren besser ins Spiel und Mitte der zweiten Hälfte auch zum Ausgleich. Nach einem Freistoß von Deniz Yatci bekam Deon Heck den Ball auf der rechten Seite. Er brachte den Ball in die Mitte, wo der A-Jugendliche Soufian Moussaoui blank stand und den Ball zum 1:1 über die Linie drückte. Gerade in einer Drangphase der Platzherren gingen die Gäste erneut in Führung. Die Heddernheimer Abwehr griff Mohamed Bouhout nicht richtig an, der zog mit dem Außenrist ab und der Ball schlug zum 1:2 ein. Die Hausener vergaben zwei gute Kontermöglichkeiten durch Ilic, auf der anderen Seite vergab Kurosch Alimoradian den Ausgleich in der Nachspielzeit. "Wir waren in zwei Situationen vom Kopf her nicht da. Ein Punkt wäre verdient gewesen", befand SVH-Trainer Andreas Berggold.

Schiedsrichter: Joseph William Beacon (Oberursel). Zuschauer: 110.

Tore: 0:1 Dominik Weber (39.), 1:1 Soufiane Moussaoui (63.), 1:2 Mohamed Bouhout (71.).

SG Westend - FC Tempo 2:1 (1:0)

Der Ball war auf dem schwer zu bespielenden Rasenplatz an der Sondershausenstraße in der Neuauflage des Relegationsspiels vom letzten Sommer (4:1) schwer zu kontrollieren. Dennoch brachte die SG Westend einen schön vorgetragenen Angriff über Izberovic und Tahirovic zum Abschluss und ging durch Flügelspieler Petar Sabljic mit 1:0 in Führung. Nach dem Seitenwechsel war es wieder Sabljic, der mit einem Traumtor in den Winkel auf 2:0 erhöhte. Stefan Njegic konnte für die Serben noch auf 2:1 verkürzen. Pech hatte Westend-Abwehrspieler Sead Zemanic, der mit einem Freistoß die Latte traf. In der kampfbetonten Partie beharkten sich beide Mannschaften im Rahmen des Erlaubten. "Es geht nicht um schönen Fußball, sondern wir müssen unsere Chance nutzen. Wir hätten heute schon vorher alles klar machen müssen. Nun bereiten wir uns intensiv auf das Spiel beim FV Hausen vor, denn wir sind wieder voll im Geschäft", frohlockte Westend-Patron Esad Golos, der von einem "gefühlten Balkan-Derby" sprach, da bis auf zwei Spieler bei Westend alle Akteure aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen.

Rund 100 Meter weiter fand mit dem Gruppenligaspiel SV BKC Bosnien - SV FC Sandzak das echte Balkan-Derby statt (1:1). "Viele Zuschauer sind hin und her gependelt", berichtete Golos über eine "Völkerwanderung" an den beiden auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindlichen Sportanlagen. Tempos Trainer Zoran Marcetic resümierte: "In den wichtigen Momenten war Westend besser. Sie hatten mehr Ballbesitz. Wir haben nach dem 2:1 die Initiative ergriffen, hatten dann aber zu wenige Chancen".

Schiedsrichter: Andreas Putz (Langen). Zuschauer: 70.

Tore: 1:0 und 2:0 Petar Sabljic (33./57.), 2:1 Stefan Njegic (62.).

VfR Bockenheim - TSG 51 1:1 (0:1)

Im absoluten Kellerduell des Letzten gegen den Vorletzten kamen beide Teams nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Moritz Fischer brachte die Gäste von der Niedwiesenstraße nach einer Viertelstunde mit 1:0 in Führung. Sina Shakouri wendete für den Tabellenletzten drei Minuten vor Spielende die drohende Heimniederlage ab. Für den VfR, der von Trainer Alexander Krebs betreut wurde, beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz nur noch sechs Punkte.

Für die 51er war der Punkt eigentlich zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel. Immerhin konnte das Schlusslicht um sechs Punkte auf Distanz gehalten werden und die Elf vom Eschersheimer Niddaufer konnte aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber Heddernheim wieder auf den Relegationsplatz vorrücken. Kein Team spielte bislang öfter Unentschieden als die TSG 51, nämlich in zehn Spielen. Beide Teams bleiben bei zwei mickrigen Siegen in dieser Saison stehen.

Schiedsrichter: Sascha Wagenbach (Weilburg). Zuschauer:

Tore: 0:1 Moritz Fischer (15.), 1:1 Sina Shakouri (87.).

FC Posavina - FFV Sportfreunde 04 1:3 (0:3)

Siehe Extra-Bericht!

BSC Schwarz-Weiß 19 - Concordia Eschersheim 2:4 (0:2)

Siehe Extra-Bericht!

Autor: Pedro Acebes

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