Wie die Eintracht bei den Bayern - nur erfolgreich

Grebenhain/Bermuthshain sorgte für die Überraschung des Spieltags

15. März 2017, 12:00 Uhr

Die SG Grebenhain/Bermuthshain (in den roten Trikots) setzte sich überraschend gegen den VfL Lauterbach (weiß) durch. Foto: Florian Volk

Für die größte Überraschung des vergangenen Spieltags sorgte die SG Grebenhain/Bermuthshain. Der Tabellenelfte der A-Liga Fulda/Lauterbach besiegte Spitzenreiter VfL Lauterbach mit 1:0 - wirklich damit gerechnet hätten im Vorfeld wohl noch nicht einmal die eigenen Spieler.

"Für uns war es eigentlich wie ein Vorbereitungsspiel", erklärt Steffen Kreller-Beetz, Abteilungsleiter und Spieler in Personalunion, der sich vorher wie seine Mitspieler kaum etwas ausgerechnet hatte. "Je länger das Spiel aber ging, umso mehr haben wir gemerkt, dass hier etwas geht, wenn wir als Mannschaft geschlossen auftreten. Nach hinten haben wir gut verteidigt, und nach vorne wollten wir einige Nadelstiche setzen, so wie das die Eintracht bei Bayern München gemacht hat."

Nur dass Grebenhain mit diesem Prinzip Erfolg hatte. Während sich Lauterbach Chance um Chance erspielte, aber vor dem Tor nicht kalt genug war, reichte den Hausherren der Treffer von Routinier Sascha Oechler. "Lauterbach hat eine bärenstarke Mannschaft, unser Platz kam ihnen aber nicht so entgegen", mutmaßt Kreller-Beetz, der mit einem Augenzwinkern hinzufügt: "Hier gibt es eben nicht die allerbesten Begebenheiten wie bei einem Trainingslager in der Türkei."

Das Türkei-Trainingslager des VfL war natürlich auch Thema beim Gegner, der dadurch eine Extra-Motivation für das eigene Spiel bezog. Schließlich lief die Winter-Vorbereitung bei der Spielgemeinschaft aus Grebenhain und Bermuthshain ganz anders ab. "Wir haben überhaupt erst fünfmal auf Rasen trainiert, weil auf den Plätzen lange Zeit Schnee lag. Ansonsten waren wir immer wieder in der Halle oder nur laufen."

Da trifft es sich gar nicht so schlecht, dass Grebenhain/Bermuthshain am kommenden Wochenende spielfrei ist und so noch einige Abläufe auf Rasen einstudieren kann. Für die Elf von Spielertrainer Dominik Höhl geht es nämlich trotz des Sieges nur um den Klassenerhalt. "Das Spiel in anderthalb Wochen gegen unseren direkten Konkurrenten Lautertal ist viel, viel wichtiger. Wir wollen erst einmal aus dem Abstiegsstrudel rauskommen", betont Kreller-Beetz.

Autor: Steffen Kollmann

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