Wieder Wiegand: Steinbachs Serie hält
Hessenliga: Remis gegen Hadamar
Michael Wiegand hat schon wieder getroffen, zum sechsten Mal in dieser Saison. Archivfoto: Peter Hartenfelser
Petr Paliatka musste das Team kurzfristig erneut umbauen, brachte Vuk Toskovic für den kränkelnden Fabian Wiegand, und das zog einige Veränderungen im System nach sich, beispielsweise dass der zuletzt als Spielmacher überzeugende Michael Wiegand zurück auf die Sechs rutschen musste. Gerade das wirkte sich schlecht auf das Steinbacher Spiel aus. Hadamar bestimmte die Partie im ersten Durchgang beinahe nach Belieben, gab jederzeit die Taktzahl vor und erspielte sich auch eine Handvoll gute Möglichkeiten.
Fallen sollte allerdings nur ein Tor, als Marius Löbig einmal mehr über links durchbrechen konnte und Mittelstürmer Leon Burggraf keine Mühe hatte (24.). Die einzige Möglichkeit für Steinbach resultierte auf einem üblen Fehler der rechten Hadamarer Abwehrseite, allerdings schenkte Vuk Toskovic diese viel zu einfach her, weil er, nachdem der Torhüter Christopher Strauch schon ausgespielt war, viel zu lange wartete (31.).
Erst trifft Michael Wiegand, dann fehlt ihm der Mut
Paliatkas Worte müssen in der Pause deutlich ausgefallen sein, denn Steinbach – nun mit Wind und auf das "Heimtor" – berappelte sich, war viel präsenter und spielte deutlich offensiver. Doch erst als Petr Kvaca und Sascha Schleinig für neue Impulse in der Offensive sorgten, kam Steinbach auch zu Torchancen, viele waren es zwar nicht, aber eine sollte zum Ausgleich führen. Über die rechte Seite initiiert, wurde Michael Wiegand freigespielt, der mit Wille Strauch keine Chance ließ (70.). Nun war das Spiel komplett offen, beide Teams rochen am Siegtreffer, für Steinbach hatte Michael Wiegand die beste Chance, spielte 18 Meter zentral vorm Tor allerdings quer, anstatt selbst zu schießen (88.).
Die Gemütslage der Trainer waren ob der ersten Halbzeit natürlich völlig verschieden: "Ein gebrauchter Tag", konstatierte Gästecoach Florian Dempewolf, der anfügte, "dass es uns einfach zu oft passiert, nicht die Tore zu machen". Und so sei es letztlich nicht einmal unverdient gewesen, dass Steinbach noch einen Punkt mitgenommen habe. Paliatka ging mit der ersten Halbzeit hart ins Gericht: "Das war furchtbar. Wir haben nicht einmal aufs Tor geschossen, keine drei Bälle am Stück an den Mann bekommen." Danach sei es allerdings besser gewesen, mit dem Punkt war er hochzufrieden.
Die Statistik:
SV Steinbach: Motzkus – T. Wiegand, Bott, Trabert, Yildiz – M. Wiegand, Schaub – Toskovic, Ludwig (64. Kvaca), Manß (67. Schleinig) – Münkel (85. Schäfer)
SV Rot-Weiss Hadamar: Strauch – Schraut, Böcher, Kucok, Zouaoui (60. Zey) – Kretzschmer, Neugebauer – Rücker, Löbig – L. Burggraf, Bangert (89. Kunisch).
Schiedsrichter: Marcus Rolbetzki (FSV Schröck).
Zuschauer: 150.
Tore: 0:1 Leon Burggraf (24.), 1:1 Michael Wiegand (70.).


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