"Wollen der Gruppenliga unser wahres Gesicht zeigen"

Der SV Müs kommt vor den Topspielwochen so richtig in Fahrt

29. September 2015, 12:15 Uhr

Julian Keller (links). Foto: Charlie Rolff

Pünktlich zu den Topspielwochen in der Kreisoberliga Mitte kommt der SV Müs so richtig in Fahrt: Nachdem die Mannschaft von Spielertrainer Marc Friedel aus den ersten vier Begegnungen magere drei Punkte holen konnte, siegte die Germania zuletzt fünfmal in Folge und rangiert nun auf Rang fünf - und das genau zum richtigen Zeitpunkt. Denn mit Michelsrombach/Rudolphshan, Borussia Fulda II, Lauter und Künzell II erwartet der SVM in den nächsten vier Begegnungen die Top vier der Liga.

Dann will auch wieder Toptorjäger Julian Keller wieder dabei sein. Der 21-Jährige, der sich gerade erst von einem Armbruch aus der Vorbereitung erholt hat, laboriert derzeit an einer Oberschenkelzerrung aus dem Spiel gegen Bimbach (2:0) und kam in dieser Spielzeit verletzungsbedingt erst auf sechs Einsätze (vier Tore). "Es kommt mir sicherlich gelegen, dass wir dieses Wochenende spielfrei haben. Gegen Michelsrombach/Rudolphshan will ich unbedingt wieder auf dem Platz stehen", sagt Keller, der aufgrund eines Armbruchs auch große Teile der Vorbereitung verpasste - und die war schweißtreibend.

"Marc (Friedel, Spielertrainer, Anm. d. Red.) hat die Mannschaft richtig herangenommen und uns gezeigt, warum er als harter Hund bekannt ist. Das Team merkt aber selbst, dass wir davon enorm profitieren und in den zweiten Halbzeiten noch einmal eine Schippe drauflegen können." In dieser Phase habe sich auch die Mannschaft gefunden, schließlich gab es in Müs zum Saisonwechsel jede Menge Rotation im Kader: Acht neue Spieler kamen, acht Akteure verließen dagegen die Mannschaft. "Die Automatismen greifen jetzt besser. Außerdem ist unser Kader aufgrund der Neuzugänge im Vergleich zum Vorjahr stärker geworden. Wir sind gerade im Offensivspieler flexibler geworden", sagt Keller, der sich so auch die jüngste Serie von fünf Siegen in Serie erklärt.

Nun trifft der SVM in den kommenden vier Begegnungen auf die Top vier der Liga. "Diese Spiele sind richtungsweisend. Danach wissen wir, ob es für uns in dieser Spielzeit um Platz zwei bis vier oder um Rang fünf bis acht gehen wird", so Keller, für den die Meisterschaft bereits vergeben ist. "Borussia Fulda II wird durchmarschieren. Deren Kader ist einfach zu stark. Den Kampf um Platz zwei sehe ich hingegen als offen. Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen überrascht, dass Michelsrombach/Rudolphshan, Künzell II und Lauter so stark gestartet sind, die hatte ich nicht auf dem Zettel, dürfen aber auf keinen Fall unterschätzt werden. Doch auch Hofbieber und Horas werden noch in Form kommen. Und ich hoffe natürlich, dass wir auch ein Wörtchen mitreden können."

Denn geht es nach Keller, so kehrt der Angreifer schon im kommenden Sommer mit seinem Heimatverein in die Gruppenliga zurück. "Das ist unser Ziel. Wenn es diese Spielzeit nicht klappt, dann eben in der nächsten", so Keller, der keine Abwanderungsgedanken hegt - und das obwohl er sich mit seinen 21 Jahren in der vergangenen Spielzeit mit 28 Treffern die Torjägerkanone der Kreisoberliga Mitte sicherte. "Ich kann mir nichts schöneres vorstellen, als mit Müs Gruppenliga zu spielen. Daher möchte ich auch in den kommenden Jahren hier spielen. Außerdem möchten wir der Gruppenliga nach unserem sang- und klanglosen Abstieg 2014 unser wahres Gesicht zeigen."

Autor: Max Lesser

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