Hessenliga: "Wir sind ja nicht Bayern München"

Patrick Schaaf blickt auf die Lehnerzer Vorbereitung voraus

20. Januar 2015, 19:00 Uhr

Patrick Schaaf geht beim TSV vorweg. Foto: Charlie Rolff

Gestern ist der TSV Lehnerz mit dem obligatorischen Montags-Hurricane unter der Leitung von Michael Franz in die Vorbereitung gestartet, heute durfte Trainer Henry Lesser das erste Mal im neuen Jahr seine Mannen auf dem Platz begrüßen. Die Vorbereitung bis zu den zwei Knaller-Auswärtspielen in Hadamar (21. Februar) und Steinbach (28. Februar) wird es für den Hessenligisten mit höchst attraktiven Testspiel-Gegnern in sich haben. Wir haben uns mit dem unumstrittenen Leader Patrick Schaaf unterhalten

Ist es mit Blick auf Platz zwei, und damit einer möglichen Chance zum Aufstieg in die Regionalliga, die wichtigste Vorbereitung des TSV in der Geschichte?

Jede Vorbereitung ist wichtig. Im Sommer wird die Grundlage für die Saison gelegt, im Winter auf die Rückrunde. Da hat man als Fußballer immer dasselbe Zielt: du willst fit werden, um dir in diesem Bereich nachher nichts vorwerfen zu können. Da ist zum Beispiel das Hurricane-Training mit Michael Franz unglaublich wichtig. Wir können immer 90 oder sogar 120 Minuten Gas geben.

Aber ein Blick auf die ersten zwei Spiele darf erlaubt sein. Da es muss diesmal doch noch ein bisschen mehr das Ziel sein, wirklich auf den Punkt topfit zu sein..

Ich weiß ja, worauf du hinaus willst. In der Mannschaft ist es wirklich so, dass wir von Spiel zu Spiel denken. Es gibt keinen Druck. Wirklich nicht. Wo der Weg hingeht, sieht man sicherlich schon ein wenig nach den zwei Spielen. Aber es ist auch so, dass, selbst wenn wir die Spiele verlieren sollten, noch nicht abgeschrieben sind. Wir haben bislang die Erwartungen übertroffen, können das auch wirklich genießen. Und es ist sicherlich kein Zufall, dass wir im oberen Drittel stehen und die Vorsaison bislang bestätigen. Aber noch einmal: Wir haben keinen Druck. Wir werden sehen, wo uns der Weg hinführt.

Du hast angesprochen, dass es in der Vorbereitung vor allem um Fitness geht. Aber auch sonst gibt es sicherlich Stellschrauben, die eingestellt werden müssen. Es heißt ja immer, dass Lehnerz "nur" kontern könne. Wo muss sich der TSV verbessern?

Es ist mittlerweile so, dass sich die Mannschaften gegen uns hinten reinstellen. Und ist auch so, dass unser Spiel mit Ball besser ist als umgekehrt. Mir ist es aber lieber 1:0 zu gewinnen oder auch mal 0:0 zu spielen, als so wie in Alzenau auf Teufel komm raus nach vorne zu spielen und dann gleich nach zwei Kontern 0:2 hinten zu liegen. Wir sind ja nicht Bayern München, das jedes Spiel spielerisch dominieren kann. Wir müssen in jedem Spiel gucken, wie wir am ehesten das Spiel gewinnen können - ob das dann geklappt hat, sieht man erst nachher.

Und mit welchem Bundesligisten würdest du den TSV vergleichen?

Vielleicht mit Augsburg oder Gladbach. Wir haben viel aufgebaut in den letzten zweieinhalb Jahren. Arbeiten mit jungen Spielern. Haben mit dem JFV Viktoria einen gute Jugend. Wir holen Neuzugänge mit regionalen Verbindungen, spielen erfrischenden Fußball. Müssen aber auch mit Rückschlägen umgehen.

Die Testspiele des TSV in der Übersicht:

Samstag, 24. Januar (14 Uhr): Würzburger Kickers - TSV Lehnerz
Samstag, 31. Januar (14 Uhr): KSV Baunatal - TSV Lehnerz
Samstag, 7. Februar (15 Uhr): TSV Lehnerz - SV Neuhof
Mittwoch, 11. Februar (19 Uhr): SV Steinbach - TSV Lehnerz
Samstag, 14. Februar (13 Uhr): TSV Lehnerz - FC Eisenbach

Autor: Johannes Götze

Kommentieren