SCB im Aufwind

Yildiz: "Borussia Fulda muss weiter bestehen"

A-Liga: Neuer Spielertrainer mit zwei Siegen beim Traditionsclub gestartet

29. März 2019, 18:03 Uhr

Hayrettin Yildiz hat mit Borussia Fulda einen super Start hingelegt.

Seit dem Zusammenschluss mit dem TSV Lehnerz zur SG Barockstadt spielt Borussia Fulda im osthessischen Fußball keine gewichtige Rolle mehr. Als Tabellenletzter der A-Liga Fulda ging es in die Winterpause, mit dem neuen Spielertrainer Hayrettin Yildiz (48) ist der Traditionsclub mit zwei Siegen aber perfekt gestartet.

Mit dem 2:1 gegen Johannesberg II und dem 5:2 gegen Sickels hätte Ihr Start als Spielertrainer bei Borussia Fulda kaum besser laufen können ...

Das kann man so sagen, da das ja auch zwei Gegner waren, die oben mitspielen müssten. Von daher wäre ich schon mit zwei Punkten zufrieden gewesen, wir wollten bloß nicht verlieren. Aber wie die Jungs die Leidenschaft in die Zweikämpfe gebracht haben und gelaufen sind, bis die Krämpfe kamen, das war schon klasse. Das hat richtig Spaß gemacht. Schon in der Vorbereitung haben wir gut gearbeitet, jetzt kommen die Jungs aber mit einem noch positiveren Gefühl wieder ins Training.

Das letzte Spiel in 2018 ging noch mit 0:15 bei Petersberg II verloren. Wie haben Sie es geschafft, die Mannschaft wieder auf die Siegerstraße zu bringen?

Ich habe viele Einzelgespräche geführt, gesagt, was ich verlange und gefragt, warum die Jungs Fußball spielen. Das wurde gut angenommen. Der Spaßfaktor während dem Training, aber auch davor und danach ist wieder da. Wir lachen wieder und schon kommen die Jungs, zuletzt habe ich mit 17 Mann trainiert.

Welchen Einfluss haben die Winterneuzugänge Edis Mehmedov, Pedro Ndongala und Mustafa Yildiz, die von Ihrem Ex-Verein Germania Fulda gekommen sind, am Aufschwung?

Die Veränderungen haben neuen Schwung gegeben. Das sind Spieler, die ich wollte, die wissen, wie ich spielen lassen möchte, die etwas mit dem Ball anfangen können. Die Selbstsicherheit, die sie beim Fußballspielen haben, können sie an andere Spieler weitergeben.

Bei Ihrem Amtsantritt im Dezember haben Sie gesagt, dass Borussia Fulda noch immer ein großer Name in der Region sei. Wie viel spürt man davon noch im täglichen Vereinsgeschäft oder auch sonntags bei den Spielen?

Wir haben immer noch einige Fans, die regelmäßig zu den Spielen gehen. Und gegen Sickels waren sogar altbekannte Gesichter da, die ich ewig nicht am Sportplatz gesehen habe. Und so sollte es ja auch sein: Der Name Borussia Fulda ist für mich immer noch die Nummer eins in der Stadt. Klar gibt es jetzt die SG Barockstadt, der ich alles Gute und wenn möglich auch einen Aufstieg wünsche, um den jungen talentierten Spielern aus der Region eine Perspektive zu geben. Aber auch Borussia Fulda muss weiter bestehen und weiter belebt werden. Den Namen kennt jeder, auch außerhalb unserer Stadt. Leute freuen sich jetzt noch darüber, wenn wir unsere Spiele gewinnen.

Den dritten Sieg in Serie könnte es am Sonntag (13.15 Uhr) bei Schlusslicht Haimbach II geben. Sind Sie zuversichtlich, erneut dreifach punkten zu können? Und auch, am Ende über dem Strich zu stehen und die Liga zu halten?

Wir wollen wie in den Spielen zuvor alles geben, um zu gewinnen. Auch in Haimbach wollen wir unser Spiel durchziehen. Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel für uns, wir dürfen nach den vergangenen Partien nicht denken, dass das ein Selbstläufer wird. Wir müssen jedes Spiel so angehen, als ob es unser letztes wäre. Nur so können wir am Ende unser Ziel erreichen und den Klassenerhalt einfahren.

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