Yildiz: Warum nicht in Seckbach punkten?
Gruppenliga Frankfurt West: Speuzer empfangen Kalbach
Trotz eines kleinen Puffers möchte Metin Yildiz mit seinen Friedrichsdorfern auch in Seckbach punkten. Foto: Steffen Turban
Spvgg. Oberrad – VfB Friedberg (Samstag, 18 Uhr)
Der VfB Friedberg ist unter Zugzwang, denn mit 26 Zählern steht die Mannschaft nicht nur auf dem vorletzten Tabellenplatz, sondern hat als einzige Mannschaft im Tabellenkeller noch einen spielfreien Sonntag vor sich. Nach dem Gastspiel in Oberrad empfängt der VfB daheim Oberstedten, am 33. und für die Friedberger letzten Spieltag steht das direkte Duell gegen den FV Hausen an. Auch für Oberrad ist der 31. Spieltag die letzte Chance, um im Aufstiegsrennen zu bleiben. Genau wie der Gegner hat auch die Spielvereinigung bereits ein Spiel mehr als alle direkten Konkurrenten absolviert. Vier Punkte beträgt der Rückstand auf die SG Bornheim, die auf dem zweiten Platz liegt.
FFV Sportfreunde – FC Kalbach (Sonntag, 15 Uhr)
Für Kalbach geht die Meisterschaft nur über die Top-Mannschaften der Gruppenliga. Am vergangenen Wochenende konnte der FC den Drittplatzierten aus Dortelweil mit 5:3 niederringen und den Vorsprung auf die SG Bornheim halten. Nun warten die Viertplatzierten Speuzer, die den eigenen Zuschauern ein spannendes Spiel bieten wollen. "Die stärkste Mannschaft der Liga kommt zu uns nach Hause. Da wollen wir sehen, dass wir an unsere Leistungsgrenze herankommen und das Spiel so lange wie möglich offen halten“, so Speuzer-Coach Mehmet Somun. Sein Gegenüber Elton da Costa Junior sieht trotz der fünf Zähler Vorsprung auf Bornheim noch einen langen Weg zur Meisterschaft: "Wir müssen weiterhin unsere Aufgabe machen und auf uns schauen. Die Mannschaft hat gegen Dortelweil einen tollen Charakter gezeigt. Eigentlich ist es schade, dass es im Sommer auseinander geht“, fügte der Trainer noch an.
SC Dortelweil – SKV Beienheim (Sonntag, 15 Uhr)
Im Top-Spiel gegen den FC Kalbach lag der SC Dortelweil zunächst vorne und holte im Verlaufe des Spiels eine Rückstand wieder auf. Durch zwei Treffer in den letzten fünf Minuten verlor Dortelweil das Aufstiegsduell dennoch und damit auch den Anschluss an den FCK. 53 Zähler stehen auf dem Konto, ebenso viele wie bei den Speuzer und den Oberrädern. Der Abstand auf den Zweitplatzierten aus Bornheim beträgt eine Woche vor dem direkten Duell der beiden vier Punkte. Gegner Beienheim braucht sich nach dem 5:2-Sieg gegen Stierstadt keine Abstiegssorgen mehr zu machen. Stattdessen ist der SKV auf dem besten Weg, die Saison als Zweitbester der insgesamt fünf Aufsteiger abzuschließen
Spvgg. Griesheim – SG Bornheim (Sonntag, 15 Uhr)
Mit der Leistung konnte Griesheim-Vorstand Christan Kossack am letzten Spieltag trotz der unglücklichen 0:1-Niederlage gegen den FC Neu-Anspach zufrieden sein. Gegen Bornheim erwartet die Spvgg. den aktuell Tabellenzweiten, der zwar noch Chancen auf die Meisterschaft, gleichzeitig aber drei Mannschaften im Nacken sitzen hat. Auch Trainer Maik Rudolf weiß: "Es ist noch überhaupt nichts entschieden und wir dürfen auch Griesheim nicht als Selbstläufer nehmen. Es geht jetzt darum, die Saison sensationell abzuschließen.“ Seit dem Kreispokalsieg gegen den Ligakonkurrenten Sportfreunde sei man in Bornheim "super glücklich“, ein Aufstieg wäre die Krönung der bisher besten Saison in der Bornheimer Vereinshistorie.
SV BKC Bosnien – TuS Merzhausen (Sonntag, 15 Uhr)
Für den SV BKC Bosnien gab es vor dem spielfreien letzten Spieltag zwei Siege, ein Unentschieden und eine Niederlage in vier Spielen. Für einen Abstiegskandidaten eine durchaus ordentliche Ausbeute. Durch das 3:1 gegen den VfB Friedberg konnte man nicht nur diesen hinter sich lassen, sondern gleichzeitig Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben tanken, wie der sportliche Leiter Admir Malohodzic bestätigte: "Der Sieg gibt uns einen mentalen Aufschub. Wir müssen jetzt versuchen, die gute Stimmung zu halten.“ Auch was gegen Merzhausen besser werden muss als zuletzt ist dem SVBKC klar: "Die Chancenverwertung war nicht optimal, da müssen wir ansetzen.“
1. FC Oberstedten – FV Hausen (Sonntag, 15 Uhr)
Wie viele Punkte braucht der FCO noch? Mit 36 Zählern hat der 1. FC Oberstedten möglicherweise schon das Nötigste getan, um auch in der neuen Saison wieder Gruppenliga-Fußball spielen zu können. Mehr Punkte als die Oberstedtener brauchen auf jeden Fall die Hausener, die am vergagenen Spieltag das direkte Duell beim FSV Friedrichsdorf mit 3:4 verloren hatten. Nach dem hitzigen Abstiegskrimi muss der FVH nicht nur auf die rotgesperrten Amin Anedam und Thomas Altvater verzichten, sondern möglicherweise auch die angeschlagenen Dominik Weber und Tolga Kocak ersetzen: "Wir müssen gucken, wer jetzt noch laufen kann und wer nicht und alles mobilisieren, was noch da ist“, äußerte sich Trainer Martin Reyschmidt am vergagenen Sonntag.
FV Stierstadt – FC Neu-Anspach (Sonntag, 15 Uhr)
Bei einem Sieg kann der FV Stierstadt am Sonntag bis auf Rang 13 vordringen, bei einer Niederlage winkt möglicherweise sogar Platz 16. Die Abstiegssorgen sind groß und das Restprogramm straff. Nach der Partie gegen den FCNA warten Bornheim, Friedrichsdorf und Seckbach. Letztere liefern sich momentan mit Neu-Anspach ein Fernduell um den sechsten Tabellenplatz. Anspach liegt momentan mit einem Punkt weniger als die Seckbacher auf Rang sieben. Dabei haben sich die Ergebnisse in den letzten Wochen stetig abgewechselt. Viele knappe Siege, ebenso viele Niederlagen werden am Ende der Saison trotz personeller Engpässe und Verletzungen eine Position im oberen Mittelfeld bedeuten.
FG Seckbach – FSV Friedrichsdorf (Sonntag, 15 Uhr)
Mit 4:3 konnte der FSV Friedrichsdorf gegen den FV Hausen einen eminent wichtigen Sieg einfahren und die Distanz auf die Hausener von drei auf sechs Punkte vergrößern. "Wir haben jetzt einen kleinen Puffer, aber wir wollen nächste Woche nach Seckbach fahren und die nächsten Punkte holen“, will Friedrichsdorf-Coach Metin Yildiz den Klassenerhalt so früh wie möglich unter Dach und Fach bringen. "Seckbach ist natürlich eine Top-Mannschaft, aber warum sollen wir da nicht auch punkten können? Wir haben oft gezeigt, dass wir gegen gute Mannschaften etwas reißen können.“ Im Hinspiel jedoch rissen lediglich die Seckbacher etwas. Während der schwarzen Serie des FSV gewann die FGS im Herbst mit 7:0.
(sly)

