Youngster Schultheis trifft schon wieder

Gruppenliga: Petersberg am Scheideweg

08. Mai 2016, 17:10 Uhr

Moritz Müller ist in der Szene zwar nicht ganz an Boris Aschenbrücker dran, hatte mit seinen Eichenzellern am Ende aber klar die Nase vorne. Foto: Ralph Kraus

Die einst 14 Punkte Vorsprung von Gruppenliga-Spitzenreiter RSVPetersberg haben sich fast komplett in Luft aufgelöst. Beim 0:3 (0:1) im Topspiel bei der Eichenzeller Britannia bot der einst so souveräne Tabellenführer eine schlimme Leistung.

„Das ist schon erschreckend, wie wir uns momentan präsentierten. Wir haben keinen Spielaufbau mehr, schießen keine Tore und machen haarsträubende Fehler“, redete Coach Goran Gajic nachher Klartext. „Stattdessenbeschäftigen wir uns mit anderen Dingen wie dem Schiedsrichter. Obwohl das gar nicht nötig ist. Vor allem in der ersten halben Stunde war das die totale Angst. Wir haben null Selbstvertrauen.“

Und so wurde es ein Sieg der Eichenzeller, der völlig verdient war. Die Hausherren spielten taktisch hervorragend, ließen im ganzen Spiel zwei gute Möglichkeiten des RSV zu. Beide entstanden in der stärksten Petersberger Phase kurz vor der Pause, als erst Christian Kirbus nach einem Wingenfeld-Freistoß und der Kopfballverlängerung von Boris Aschenbrücker prima reagierte (42.). Kurz danach brachte Aschenbrücker aus zwei Metern das Kunststück fertig, den Ball über das leere Tor zu schießen (43.). Kein Wunder, dass die Petersberger in den letzten vier Spielen nur noch ein mageres Törchen geschossen und einen Punkt geholt haben.

Dagegen ist man rund um den Tannenhof zufrieden. Auch, weil sich Marius Schultheis immer mehr als kleines Juwel heraus stellt. Der 18-jährige Jugendspieler machte auch diesmal wieder sein Tor – sogar ein ganz wichtiges. Denn sein 1:0 per 20-Meter-Flachschuss war letztlich die Grundlage für den späteren Sieg.

Nachdem es lange ein Spiel mit wenigen Torraumszenen war, öffnete Petersberg nach einer Stunde die Defensive. Jetzt musste Keeper Christian Beikirch vier, fünf Mal in „Manuel-Neuer-Manier“ 40 Meter vor seinem Tor klären, um das zweite Tor zu verhindern. Petersberg dagegen schoss in der zweiten Halbzeit kein einziges Mal mehr aufs Eichenzeller Tor.

Bis zur Entscheidung dauerte es bis zur 82. Minute: Nach Zusammenspiel mit Matthias Heumüller holte Daniel Nüchter Gabriel Mahr völlig überhastet von den Beinen. Lucas Maierhof schoss den Elfmeter wie einst Andy Brehme im WM-Finale von 1990 flach genau neben den Pfosten. Als nach Nüchter auch noch Patrick WIngenfeld wegen Meckerns vom Feld flog, war endgültig jeglicher Widerstand des RSVgebrochen und Eichenzell erhöhte sogar noch. Auf Hereingabe von Marius Gutberlet und nach Ablage von Gabriel Mahr, krönte Kapitän Matthias Heumüller seine starke Leistung mit dem 3:0. / kr

Eichenzell: Kirbus; ChristianMüller (86. Gutberlet), Möller, Kilic, Schlag, Moritz Müller, Maierhof, Heuumüller, Benedikt Müller, Schultheis, Mahr.
Petersberg: Beikirch; Kilian, M. Aschenbrücker, Brzoza, Vogt (63. Koch), Wingenfeld, Nüchter, Kücükler, Stupp (53. von Pazatka), Patrick Müller, B. Aschenbrücker.
Schiedsrichter: Gahis Safi (Hanau). Zuschauer: 250. Tore: 1:0 Marius Schultheis (20.), 2:0 Lucas Maierhof (82., Foulelfmeter), 3:0 Matthias Heumüller (90.). Gelb-Rote Karten: Daniel Nüchter (Petersberg, 81.) und Patrick Wingenfeld (Petersberg (85.).

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