Zurück zu den alten Tugenden
Gruppenliga Frankfurt Ost: Veränderungen in Obertshausen spürbar
Mentalität schlägt Qualität, so lautet die Tugend bei Kickers Obertshausen, mit der die Mannschaft in den vergangenen Spielzeiten erfolgreich war. Doch der ehemalige Trainer Nils Noe wollte etwas ändern, stellte deshalb um und wollte über die Qualität das Spiel gewinnen. Doch das gelang der Mannschaft nicht, weshalb sich Noe Ende September dazu entschloss sein Amt niederzulegen. "Der letzte Wille im Spiel hat gefehlt und die Begeisterung ist nicht übergeschwappt", äußerte sich Christopher Lang, Spieler in Obertshausen, rückblickend. Unter ihrem neuen Coach, Marcel Dindorf ist dies nun wieder anders, wie der Abwehrspieler bestätigte. "Marcel hat es wieder herum gerissen. Wir sollen nun wieder über den Kampf und die mannschaftliche Geschlossenheit das Spiel gewinnen", so Lang zur aktuellen Lage. Und genau diese Tugenden scheinen wieder zu greifen, denn in den vergangenen zehn Partien in der Gruppenliga Frankfurt Ost siegte Obertshausen fünfmal, verlor aber auch genauso viele Begegnungen.
Doch nicht nur innerhalb der gesamten Mannschaft sind Veränderungen zu spüren, auch für den 25-Jährigen Lang blieb der Trainerwechsel nicht ohne Folgen. Von der angestammten Position als Sechser und in der Innenverteidigung stellte Trainer Dindorf seinen Schützling in den zurückliegenden Begegnungen auf der rechten Seite auf. "Da habe ich noch nie gespielt, aber ich vertraue Marcel, weil wir gut befreundet sind", so Lang, der dann noch hinzufügte: "Eigentlich würde ich lieber auf der Stürmerposition spielen." Die Bilanz spricht in diesem Fall auch für den Kickers-Spieler, denn in der internen Torschützenliste steht Lang gemeinsam mit Kai Jenrich an erster Position. Beide haben bislang vier Treffer in der laufenden Runde erzielt.
Insgesamt hat die Offensive von Obertshausen bislang 29 Mal getroffen, weshalb sie nach Bad Orb und Somborn den schwächsten Sturm der Liga haben. Dafür sieht es in der Defensive besser aus, denn unter ihrem neuen Trainer ließen die Kickers weniger Tore zu und stehen nun in der Defensive stabiler, wie Lang bestätigte: "Man muss das Glück erzwingen, aber es wartet auch noch Arbeit auf uns in der Vorbereitung. Dann werden wir Spielsysteme einstudieren und hoffentlich mehr Tore erzielen."
In der Winterpause wird es allerdings nicht nur um den Feinschliff der Mannschaft gehen, auch Lang möchte sich verbessern und hart trainieren. "Ich möchte wieder mehr auf die Fitness achten, weil ich in letzter Zeit ein Fettpolster angelegt habe", verriet der 25-Jährige, der mit seinen Leistungen unter Coach Noe nicht zufrieden war. Im neuen Jahr soll es nun besser werden, damit der Klassenerhalt in der Gruppenliga gemeistert werden kann, was keine leichte Aufgabe wird. Aktuell belegt Obertshausen nämlich einen Abstiegsplatz, hat aber nur einen Zähler Rückstand auf das rettende Ufer. Deshalb ist sich Lang auch sicher, dass der Klassenerhalt, trotz des schmalen Kaders, gelingen wird: "Es wird schwer und knapp bis zum letzten Spieltag, aber ich bin mir sicher, dass wir das schaffen."


Bitte melde Dich an, oder registriere Dich, um Kommentare schreiben zu können