Zwei Eigentore - Alzenau und Fulda teilen die Punkte

Hessenliga: Hausherren können mit 1:1 besser leben

04. März 2017, 16:30 Uhr

Nikola Milankovic und sein Eigentor verhinderten ein besseres Ergebnis für die Borussia. Foto: Charlie Rolff

Keinen Sieger gab es im Topspiel des 23. Spieltags der Hessenliga. In einer intensiven Begegnung trennten sich Bayern Alzenau und Borussia Fulda 1:1 (1:1) unentschieden - ein Ergebnis, mit dem die Hausherren am Ende aufgrund einem Chancenplus der Barockstädter besser leben konnten.

Bereits nach zehn Minuten dürften die rund 500 Zuschauer ihr Kommen nicht bereut haben. Zu diesem Zeitpunkt hatten beide Teams schon getroffen. Für Fuldas Start nach Maß sorgten Younes Bahssou und Felix Beck - nicht einmal 30 Sekunden waren da gespielt. Beck spielte Bahssou frei, Amar Zildzovic wollte klären und spitzelte den Ball ins eigene Tor. Lange hielt die Borussen-Glückseligkeit aber nicht an - ebenfalls aufgrund eines Eigentores. Alzenaus Rico Kaiser hatte rechts zu viel Platz, Daniel Kornagel fälschte seine Flanke ab. Nikola Milankovic und Torhüter Kenan Mujezinovic waren sich anschließend uneins, Milankovic ging zum Ball und köpfte den Ball über den Keeper hinweg ins eigene Netz (8.).

Ausgerechnet Borussias Nummer fünf war der einzige Neue in der Startelf von Thomas Brendel. Milankovic begann für Leon Pomnitz, der krankheitsbedingt kurzfristig passen musste. Damit stellte der SCB von 3-5-2 auf 4-2-3-1 um. Alzenau-Coach Angelo Barletta krempelte seine Mannschaft derweil kräftig um, gleich vier Veränderungen gab es bei den Bayern. Björn Weisenborn, Markus Auer, Dominique Jourdan und Aret Demir spielten für die gesperrten Marcel Wilke und Tarik Sejdovic sowie Julian Steigerwald und Yannick Wolf (beide Bank).

Nach den ereignisreichen ersten zehn Minuten passierte zunächst nicht mehr ganz so viel, auch wenn beide Team stets gefährlich wirkten. Der aufgerückte Markus Gröger hätte, wenn er selbst geschossen hätte, durchaus das 1:2 herstellen können, der Innenverteidiger entschied sich jedoch für die Flanke auf Bahssou, die nicht ankam (23.). FCB-Abwehrmann Markus Auer musste nach toller Aktion von Kornagel im letzten Moment vor Bahssou klären (39.), auf der anderen Seite war Milankovic gegen den Schuss von Kristijan Bejic zur Stelle (45.) - das 1:1 zur Pause war absolut leistungsgerecht.

Alles trifft nur den Pfosten

Ereignisreich ging es dann in Hälfte zwei - mit den deutlich besseren Chancen für die Gäste. Sebastian Alles traf aus der Distanz den Pfosten (51.), eine Minute später verpasste Bahssou per Kopf die Führung. Auch Matija Poredski köpfte nach knapp einer Stunde nur knapp daneben. "In dieser Phase hatte Fulda die besten Chancen auf die Führung", musste Alzenau-Trainer Angelo Barletta eingestehen. Zwischenzeitlich stellte Salvatore Bari auf der anderen Seite seine Klasse unter Beweis, der Hessenliga-Toptorjäger nahm den Ball hervorragend herunter, zog dann aber deutlich drüber.

Wie im ersten Durchgang wurde es anschließend etwas ruhiger. SCB-Kapitän Benjamin Fuß scheiterte aus der Distanz an Bayern-Keeper Patrick Rühl (70.), danach blieben die großen Gelegenheiten bis Spielende aus. "Am Ende haben den Teams die Kräfte gefehlt, das hat man gemerkt", bilanzierte Borussen-Trainer Thomas Brendel, der ebenso wie seine Spieler nach Spielschluss haderte. "Die Chancen auf den Sieg hatten wir. Wenn wir gewonnen hätten, hätte sich Alzenau nicht beschweren dürfen. Ich habe von Alzenau in der zweiten Halbzeit kaum etwas gesehen."

Sein Gegenüber Barletta sprach nach Spielschluss derweil von einem gerechten Remis. "Für mich geht die Punkteteilung absolut in Ordnung. Wir sind ganz schlecht ins Spiel reingekommen, die Jungs haben danach aber eine tolle Reaktion gezeigt", so der ehemalige Zweitliga-Profi, der davon sprach, "dass der Punkt eigentlich für beide Mannschaften zu wenig ist. Mit einer Niederlage wären beide Mannschaften aber wohl raus aus dem Rennen um Platz zwei, deswegen hat am Ende das letzte Risiko gefehlt."

Die Statistik:

Alzenau: Rühl; Kaiser (46. Blam), Sawaneh, Auer, Weisenborn - Jourdan - Wade, Demir (60. Niesigk), Zildzovic, Bejic (79. Calabrese) - Bari.
Fulda: Mujezinovic; Fuß, Gröger, Milankovic, Beck - Alles (83. Jaksch), Poredski - D. Müller, M. Müller (20. Jerkovic), Kornagel (81. Gjocaj) - Bahssou.
Schiedsrichter: Patrick Glaser (Wiesbaden). Zuschauer: 500. Tore: 0:1 Amar Zildzovic (1., Eigentor), 1:1 Nikola Milankovic (8., Eigentor).

Autor: Steffen Kollmann

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