Hitziges Derby

Zwei Elfmeter, ein Platzverweis, kein Sieger – Fotos

Leon Weiser
06. September 2020, 15:35 Uhr

Hoch das Bein. Keinen Sieger sah das Derby zwischen Müs (rechts Denis Erovic) und Großenlüder (links Christopher Medler). Foto: Kevin Kremer

Das Spiel hat das gehalten, was es versprochen hat. Kampf, Feuer, Emotionen und in der zweiten Halbzeit dann auch Tore. Der SV Müs und die Teutonia aus Großenlüder haben sich im vor allem in Hälfte zwei hitzigen Derby mit einem leistungsgerechten Unentschieden 2:2 (0:0) getrennt.

In der zweiten Halbzeit kochten die Emotionen dann vollends hoch: Elfmeter, Ausgleich, Eigentor, Elfmeter, Platzverweis. Dazu noch jede Menge Diskussionen während des Spiels. Die 250 Zuschauer kamen dabei alle auf ihre Kosten, da sich die zweiten 45 Minuten zu einem echten Derby-Fight entwickelten. Dazu kann man noch sagen, dass auch "illegale Zuschauer" da waren, die über ein Privatgrunstück das Spektakel beobachten konnten. Denis Erovic, Spielertrainer bei Müs, sprach am Ende auch von einem "Derby mit viel Kampf und Hektik, in dem man weiß, dass es nicht nur über das Spielerische geht."

Während die erste Halbzeit unspektakulär war, passierte in der zweiten fast jede Minute irgendetwas Aufregendes. In der 51. Minute der erste Elfmeter der Partie, den Fabian Lehmann humorlos ins linke Eck schob. Nur vier Minuten später fiel nach Ecke von Erovic der Ausgleich durch das erste Tor von Dennis Möller. Er köpfte über Eidmann, ehe er nach weiteren zwölf Minuten ins eigene Tor traf. Bruchteile vorher gab es einen doppelten Lattentreffer von Müs. Die Emotionen kochten hoch, die Fans wurden laut.

In der 77. Minute traf dann Erovic per Elfmeter zum 2:2-Endstand, der auf jeden Fall so in Ordnung geht, da der SV Müs einen guten Fight lieferte und die Teutonia vor allem am Anfang der Partie nicht gefährlich wurde. Kurz vor Ende der Partie wurde Tim Emrulla noch vom Platz gestellt, Gelb-Rot gab es wegen Meckerns, auch wenn viele der Zuschauer es gar nicht richtig sehen konnten. Dazu noch ein Wort zum Schiedsrichter: Er hatte einen schweren Job, brachte die Partie dann aber doch noch gut über die Bühne, auch wenn ihm die emotionalen Fans vom SVM nicht unbedingt dabei halfen.

Erovic war nach Schlusspfiff "zwar zufrieden mit dem einen Punkt, aber es hätten auch drei sein können." Dabei spricht er noch die Großchancen von Mohammed Sharif an, der in der 40. Minute aus drei Metern am Keeper Julian Eidmann scheiterte und in der zweiten Hälfte noch das 3:2 liegen ließ (knapp vorbei gelupft, 82.). Bei Großenlüder hat man die Enttäuschung in den Gesichtern der Spieler nach Schlusspfiff gesehen.

Die Statistik

SV Müs: Schäfer - Gerk, Möller, Mujezinovic, Henkelmann - Emrulla, Jahic (49. Salkovic), Klaus, Ilgar (80. Staffa) - Erovic, Sharif.
SV Teutonia Großenlüder: Eidmann - Medler (59. Pfeffer), Ripka, Schneider, Schlitzer - Reith, Auth, Nteguah, Lehmann, Wese - Zimmermann (74. Hohmann).
Schiedsrichter: Christian Golditz (Bad Soden-Salmünster)
Zuschauer: 250 (ausverkauft).
Tore: 0:1 Fabian Lehmann (51., Foulelfmeter), 1:1 Dennis Möller (54.), 1:2 Dennis Möller (66., Eigentor), 2:2 Denis Erovic (77., Foulelfmeter).
Besonderes Vorkommnis: Tim Emrulla sieht die Gelb-Rote Karte nach Foulspiel und anschließendem Meckern (86.).

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