Bad Soden zerlegt desolate Petersberger

Gruppenliga: Tabellenführer siegt 7:0

07. September 2018, 19:50 Uhr

Lukas Ehlert (links) markierte gegen Petersberg drei Tore. Archivfoto: Charlie Rolff

Tabellenführer SG Bad Soden hat am Freitagabend in der Gruppenliga einen Kantersieg eingefahren. Gegen einen desolaten RSV Petersberg fuhren die Sprudelkicker einen deutlichen 7:0 (3:0)-Sieg ein, der gut und gerne auch zweistellig hätte ausfallen können, wenn die Platzherren nicht im Hinblick auf das kommende Spiel am Sonntag nach dem sechsten Treffer das Tempo herausgenommen hätten.

Bad Sodens Trainer Anton Römmich war nach der Partie natürlich hochzufrieden: "Von Anfang an haben wir nichts zugelassen und waren sehr viel im Ballbesitz. Durch den Standard sind wir verdient in Führung gegangen. Danach hatten wir natürlich viel mehr Platz und gingen mit dem komfortablen 3:0 in die Halbzeit", fasste der Übungsleiter die ersten 45 Minuten zusammen. Petersberg hielt nur 23 Minuten die Null und hatte sogar die erste Torchance. Julian Elm fabrizierte nach zehn Minuten einen tückischen Heber, den SG-Torhüter Abdulsamed Ersöz nur mit Mühe zur Ecke ablenken konnte. Dann aber übernahm der Tabellenführer im Duell der Verbandsliga-Absteiger mehr und mehr die Spielkontrolle und generierte viel Ballbesitz.

Die Führung der Sprudelkicker resultierte aus einem Freistoß von Lukas Ehlert, der den ruhenden Ball aus 25 Metern Tordistanz in das rechte Eck zum 1:0 platzierte (23.). Danach brachen beim RSV alle Dämme, die Folge waren zunächst nur zwei weitere Treffer bis zur Halbzeit vor 145 Zuschauern an der Bornwiese. Das zweite Tor war dabei besonders schön herausgespielt. Ehlert schickte Daniele Fiorentino steil, der Ex-Offenbacher passte am rechten Flügel wieder nach innen, wo der mitgelaufene Ehlert zum 2:0 vollendete (41.). Zwei Minuten später legte Benedikt Kress das 3:0 nach (43.).

Unverändertes Bild in Halbzeit zwei: Bad Soden spielte nach vorne und markierte nun in wenigen Minuten drei weitere Treffer. Kress traf im Nachschuss bei einsetzendem Regen zum 4:0, nachdem RSV-Tormann Timo Goldbach noch gegen Fiorentino pariert hatte (47.). Dann vollendete Ehlert einen Alleingang zum 5:0 (52.) und Fiorentino verwandelte einen Foulelfmeter zum 6:0 (54.). Petersberg präsentierte sich nicht gruppenligareif und hatte fortan damit zu tun, nicht gänzlich unter die Räder zu kommen. Soden dominierte weiterhin das Geschehen, nahm nun aber clever das Tempo und mit Ehlert und Fiorentino seine besten Leute frühzeitig heraus. "Wir wollten nicht nachlassen und unbedingt zu Null spielen. Nach dem 6:0 dürfen wir nicht mehr in die Zweikämpfe gehen, sondern müssen den Ball nur noch in den eigenen Reihen halten. So konnten wir dennoch Kräfte für das Heimspiel am Sonntag sparen", fasste Römmich zusammen.

Ein Tor fiel dann doch noch, als Kevin Paulowitsch aus der Distanz den 7:0-Endstand erzielte (77.). RSV-Coach Jürgen Krawczyk war natürlich nach dem Debakel restlos bedient: "23 Minuten konnten wir für unsere Verhältnisse gut mithalten, dann kam das Freistoßtor. Der Gegner hat drei Chancen in der ersten Hälfte genutzt und das demonstriert ihre Effizienz. Durch das Gegentor gingen die Köpfe runter und bei uns fehlt einfach die Qualität und das Selbstvertrauen."

Die Statistik:

SG Bad Soden: Ersöz - Saletnik, Neiter, Gietl, Lairich - Moameroglu, Degermenci - K.Paulowitsch (80. T.Paulowitsch), Ehlert (63. Rohatsch), Kress - Fiorentino (72. Krapf).
RSV Petersberg: Goldbach - Brzoza, Ehresmann, Kilian, Elm - Ickler (62. Stupp), Lindinger (58. Ströder) - von Pazatka-Lipinski, Stenger, Reinhard (58. Schlotzhauer) - Kücükler.
Schiedsrichter: Tim Wiesner (SV 07 Heddernheim).
Zuschauer: 145.
Tore: 1:0, 2:0 Lukas Ehlert (23., 41.), 3:0, 4:0 Benedikt Kress (43., 47.), 5:0 Lukas Ehlert (52.), 6:0 Daniele Fiorentino (54., Foulelfmeter), 7:0 Kevin Paulowitsch (77.).

Autor: Pedro Acebes

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