Doppelinterview: Kallée und Weber vorm Kumpelduell
Weber kann den Geldbeutel daheim lassen und sich auf seine Jeans freuen
Für beide Teams geht es noch um richtig was. Kommt da vor dem Derby und Kumpelduell eigentlich richtige Vorfreude auf, oder ist es eher Anspannung?
Kallée: Bei Spielen gegen Hünfeld kommt bei mir immer Vorfreude auf, weil ich eine tolle Zeit da hatte und die auch nicht missen möchte. Da ist ja nicht nur Dome als guter Kumpel zu nennen, sondern auch Nici Rehm, Toto Trabert oder Johnny Helmke, mit denen ich auch gespielt habe. Und bei aller Anspannung freue ich mich natürlich drauf.
Ihr habt beide in Hünfeld zusammengespielt. Was bleibt aus den drei gemeinsamen Jahren am ehesten in Erinnerung?
Kallée: Spontan war es Wahnsinn, die ersten zwei Jahre die Hessenliga zu halten. Und wir hatten in Dome da immer einen hervorragenden Kapitän, der in allen Lagen auf und neben dem Platz für die Mannschaft eingestanden ist – da konnte man sich schon viel abschneiden. Besonders in Erinnerung bleiben sicherlich die Heimfahrten nach den Auswärtsspielen – die waren legendär.
Weber: Ich muss auch sagen, die Zeit in der Hessenliga war eine richtig gute. Von der Kameradschaft her, aber auch vom Zusammenhalt hat das richtig gut gepasst. Und mit Fabse hatten wir natürlich einen Teamplayer, der immer vorweg gegangen ist und seine Tore gemacht hat. So einer, der sich keine Birne macht und einfach Tore schießt, hat uns letzte Saison gefehlt. Er macht die Tore. Die Statistiken sprechen da für ihn. Es gibt wenige Spieler, die in der Hessen-, Verbands- oder Gruppenliga so gut getroffen haben.
Also bist du froh, dass Fabian nicht spielt?
Weber: Ich gehe davon aus, dass er nicht auflaufen wird und ich hoffe, dass bleibt auch so.
Kallée: Davon gehe ich auch aus.
Fabian, an die 0:4-Hinspielklatsche, als du noch Spieler warst, denkst du sicherlich mit Angst und Schrecken zurück…
Kallée: Das war nicht nur nicht so gut, das war speziell in der ersten Halbzeit eine Vorführung. Das muss man neidlos anerkennen. Hünfeld war uns mehr als eine Klasse überlegen. Dass was der HSV vom Potenzial gezeigt hat, war schon richtig gut. Da konnten wir nur staunen. Daraus müssen wir unsere Lehren ziehen.
Aber wie man hört, muss es nachher dennoch bei euch beiden feucht-fröhlich zugegangen sein…
Weber: Das war eine ganz lustige Geschichte. Wir haben nachher mit Fabse zu seiner Überraschung seinen Junggesellenabschied in Fulda gefeiert. Von meiner Seite war es vom Spiel und vom Nachher ein gelungener Abend, für den Fabse wahrscheinlich nur nachher.
Kallée: Die dritte Halbzeit war deutlich lustiger als die ersten zwei vorher. Und an der Stelle auch mein Versprechen: Du kriegst deine Jeans wieder.
Weber: Ah, sehr gut. Okay. Die hat er nämlich noch von damals
Kallée: Es ist in Fulda sehr schwer, in Diskotheken im SVA-Trainingsanzug reinzukommen. Und deswegen musste mein Kollege auf der anderen Seite mir mit Jeans und Gürtel aushelfen, die aber gewaschen und gebügelt daheim liegen und am Samstag wieder den Besitzer wechseln.
Und wie ist diesmal die Planung für die dritte Halbzeit?
Kallée: Da bin ich für alles offen. Wir haben ja ein Heimspiel und der Dome, das ist auch Fakt, hat mir bei den bisherigen Spielen immer geholfen mit Informationen, sodass ihm da, ich will nicht sagen Kost und Logis freistehen, er aber seinen Geldbeutel auf jeden Fall zuhause lassen kann.
Weber: Ich muss dir an der Stelle leider sagen, dass ich um 19 Uhr in Fulda am Bahnhof sein muss – das ist schon lange geplant.
Kallée: Dann muss ich leider sagen: Du kannst nur hoffen, dass die Deutsche Bahn Verspätung hat, pünktlich wirst du das nicht schaffen.
Autor: Johannes Götze
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