Flieden II holt sich die Meisterschaft

A-Liga Schlüchtern: Klarer Heimsieg gegen die Reserve aus Oberzell und Züntersbach

26. Mai 2018, 15:25 Uhr

Sascha Gies ist der Meistertrainer der zweiten Mannschaft von Buchonia Flieden. Foto: Ralph Kraus

Ein Jahr nach dem Abstieg aus der Kreisoberliga Süd hat die zweite Mannschaft von Buchonia Flieden den sofortigen Wiederaufstieg geschafft. Mit dem 7:0 (6:0) gegen die Reserve der SG Oberzell/Züntersbach machten die Fliedener den Deckel drauf auf die Meisterschaft in der A-Liga Schlüchtern.

Das es überhaupt zu diesem klaren Sieg kam war auch der sportlichen EInstellung von Oberzell/Züntersbach zu verdanken. Statt wie andere Mannschaften aus Angst vor einer Klatsche abzusagen und eine 3:0-Wertung zu erzielen, stellte sich die Reserve des Kreisoberligameisters der keineswegs angenehmen Aufgabe auf dem aufgeheizten Kuntsrasenplatz in Flieden. Hier wurde gespielt, weil der Rasen am "Weiher" bereits gelocht ist und saniert wird.

Für Flieden war es der achte Sieg in Serie und der 27. Sieg im 30. Spiel. So sieht die Bilanz eines Meisters aus. Spielertrainer Sascha Gies sieht seine Elf zu Recht vorne: "In den letzten zwei, drei Jahren hatten wir im Bereich der Zweite in Flieden immer so ein bisschen Chaos. Das ist, seit diese Jungs im Sommer zugesagt haben, völlig anders geworden. Auch mit der Unterstützung der ersten Mannschaft und den A-Junioren haben wir eine tolle Runde gespielt", resümiert Gies.

Der Umstand, dass ihm auch diesmal wieder Spieler wie Nico Leinweber (fehlt bereits die ganze Rückserie), Benni Iller (im Training die Schulter ausgekugelt), Tim Larbig (Kreuzbandriss) und Luca Berkel fehlten, taten dem Lauf der Fliedener Zweiten keinen Abbruch.

Nachdem der erste Ärger über die Absage von Kressenbach/Ulmbach II in Gundhelm/Hutten verflogen war, trumpften die Fliedener von der ersten Minute an konzentriert auf. Das erste Tor war ein sehenswerter Treffer von Moritz Lingenfelder, der aus 18 Metern stramm abzog und den Ball genau neben den Pfosten setzte. Dieses Tor war so gut wie nicht vermeidbar. Als dann Niklas Schneider in der 10. Minute nach einer Ecke auf 2:0 erhöhte, da war eigentlich jedem klar, dass hier in Sachen Sieg und Meisterschaft überhaupt nichts mehr anbrennen würde. Entsprechend wurde es ein kleines Schaulaufen des neuen Meisters, der mit einigen sehenswerten Spielzügen sein Talent unterstrich.

Eine prima Geschichte ist acuh die von Schiedsrichter Gerhard Kolb. Der Referee aus Kefenrod war über Jahrzehnte eine feste Größe in den höheren Ligen und kam auch diesmal nach Flieden standesgemäß auf der Harley daher. Der graue Bart ist lang wie eh und je. "Gerhard Kolb hat hier in Flieden zum ersten Mal 1976 gepfiffen. Das weiß ich noch genau", wusste Fliedens wandelndes Lexikon Peter Kreß. Bemerkenswert: Zwar in die Jahre gekommen, pfiff Kolb auch diesmal wieder herausragend souverän - auch wenn das Spiel super fair verlief.

Die Statistik

Buchonia Flieden II: Neuland; Strott, Pfeiffer, Klüh, Trenkler, Mötzung, Kullmann, Lingenfelder, Schneider, Koch, Janka - L. Möller, L. Heil, Merker.
Oberzell/Züntersbach II: M. Dorn; C. Müller, Kretz, Vorndran, Hartmann, R. Eichholz, R. Müller, J. Müller, Fehl, Weitzel, J. Dorn - T. Hüfner, I. Heil.
Schiedsrichter: Gerhard Kolb (Kefenrod).
Zuschauer: 120.
Tore: 1:0 Moritz Lingenfelder (3.), 2:0 Niklas Schneider (10.), 3:0 Marc Janka (24.), 4:0 Niklas Schneider (29.), 5:0 Niklas Schneider (39.), 6:0 Jan-Niklas Koch (42.), 7:0 Jan-Niklas Koch (66.).

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