Hessenliga: Glücklicher Sieg
Flieden jubelt doppelt in der Nachspielzeit
In der Nachspielzeit schlug die Buchonia gleich doppelt zu. Erst durfte der eingewechselte Marc Götze durchmarschieren und den Ball zum 3:2 einschweißen (90.+2), dann krönte sich Fabian Schaub für eine tolle Willensleistung und sorgte für die Entscheidung (90.+3). Es war eine klassische Schlussphase am Weiher, als Flieden auch mithilfe der Kulisse noch die nötigen Körner auf seiner Seite hatte.
Dass die Partie dabei noch nicht zur Pause zugunsten von Eddersheim entschieden war, das hatten sich die Gäste selbst zuzuschreiben. Nachdem der erste richtig gute Angriff saß, als Eddersheim durchs Zentrum kombinierte und der Ex-Barockstädter Andre Fließ letztlich für Torjäger Turgay Akbulut passieren ließ (9.), zeigte sich der FCE anschließend äußerst fahrig in der Chancenverwertung. Jörg Finger nach einer Ecke scheiterte an Lukas Hohmann (11.), Christopher Krause verpasste völlig frei den eigenen Abschluss (18.) und Akbulut schoss knapp vorbei (23.). "Wenn es zur Pause 1:4 steht, kann sich niemand beschweren", meinte Eddersheim Trainer Rouwen Leopold.
Fliedener Stehauf-Männchen
Stattdessen kam es kurz vor der Pause, wie es kommen musste: Schaub, der zunächst auf Linksaußen nicht den leichtesten Stand hatte, zeigte seine Klasse und schirmte den Ball nach einem Einwurf überragend ab. Die Flanke erfolgte in halbem Seitfallzieher, in der Mitte hielt Sascha Rumpeltes erfolgreich den Schädel hin (45.+2). Viel unverdienter hätte das 1:1 zur Pause nicht sein können, Flieden war die klar schwächere Mannschaft.
Auch in Halbzeit zwei war Eddersheim stärker, wenngleich Flieden nun besser im Spiel war und beispielsweise durch Schaub auch selbst gute Chancen hatte (54.). Die dickeren Gelegenheiten hatte aber der FCE: Erst rettete Rumpeltes gerade so auf der Linie gegen Christopher Krause (69.), dann war Krause im Eins-gegen-Eins doch noch erfolgreich. Akbulut hatte viel zu viel Platz und konnte den Ball perfekt in die Tiefe spielen (72.). Doch dann schlugen die Fliedener Stehauf-Männchen wieder zurück. Nur 180 Sekunden später hatte Marius Kullmann auf links viel Platz und fand Kamran Ahmed Tariq in der Mitte.
Es folgte eine offene Schlussphase, mit Chancen auf beiden Seiten. Und dann begann die verrückte Nachspielzeit. "Mit dem 2:2 wären wir sicherlich auch zufrieden gewesen. Aber dann war es am Ende ein typisches Weiher-Spiel", konstatierte Fliedens Kapitän Rumpeltes.
Die Statistik:
SV Flieden: L. Hohmann – Hack, Kreß, Zeller, Kullmann – Birkenbach (82. Grosch), Gaul (46. Götze), Rumpeltes – Ahmed Tariq, Neu (80. Rehm), Schaub.
FC Eddersheim: Zeaiter – Schmitt (88. F. Rottenau), Finger, Lang, Amoah Kwafo – Henrich, Dechert – Krause (84. Ogbay), Fließ, N. Rottenau (76. Wade) – Akbulut.
Schiedsrichter: Felix Berger (TSV Herleshausen).
Zuschauer: 343.
Tore: 0:1 Turgay Akbulut (9.), 1:1 Sascha Rumpeltes (45.+2), 1:2 Christopher Krause (72.), 2:2 Kamran Ahmed Tariq (75.), 3:2 Marc Götze (90.+2), 4:2 Fabian Schaub (90.+3).


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