FT Fulda auch von Dipperz/Dirlos nicht zu stoppen
Kreisoberliga Mitte: Primus zum siebten Mal in Folge ohne Gegentor
Marius Link (rechts, im Duell mit dem Dipperzer Sebastian Mäurer) sorgte für die Entscheidung. Foto: Charlie Rolff
„Das ist fast schon so etwas wie ein Running Gag. In den vergangenen Spielen hat sich für uns fast immer dasselbe Bild geboten: Erst steht der Gegner tief, dann machen wir das 1:0, und in der zweiten Halbzeit wird es für uns leichter, weil wir die Räume zur Verfügung haben“, sah FT-Trainer Romeo Andrijasevic auch beim klasse besuchten Spitzenspiel in Dipperz – gut 300 Zuschauer waren vor Ort – ein ähnliches Bild wie in den Partien zuvor.
Mitte des ersten Durchgangs erzielte Marcel Röhm das 1:0 für die Gäste, nachdem der Stürmer nach einem langen Einwurf von Timo Lofink das Glück hatte, dass ihm der Ball direkt vor die Nase sprang (23.). Schon zuvor hätten Röhm und Jose Alberto Santiago Marmol die Turner in Eins-gegen-Eins-Situationen in Führung bringen könnten, scheiterten beide aber an Keeper Lukas Stüss.
Dipperz/Dirlos wurde derweil immer dann gefährlich, wenn die langen Bälle der FSG die Hintermannschaft der Fuldaer überspielten. Gerade in der Phase vor der Pause, als FT-Kapitän und -Abwehrchef Christian Auth verletzungsbedingt raus musste, wurde es ein ums andere Mal gefährlich. Einen ernsthaften Abschluss aufs Tor bekamen die Hausherren aber nicht zustande, Sebastian Hüter musste in seinem siebten Zu-Null-Spiel in Folge erst in der Nachspielzeit der Partie sein Können unter Beweis stellen.
Link macht den Deckel drauf
„Wir haben eine sehr gute Balance gefunden. Wir waren vorne gefährlich, hinten aber nicht zu offen. Ich bin sehr zufrieden mit meinen Jungs“, frohlockte Andrijasevic. Doch auch sein Gegenüber war nicht unzufrieden: „Gegen den Ball haben wir sehr gut gearbeitet, mit Ball kamen wir aber nicht so wirklich zum Zug. In der ersten Hälfte waren wir noch gefährlicher, nach der Pause war das Spiel aber sehr zerfahren, weil FT hinten diszipliniert gespielt hat“, so FSG-Spielertrainer Alexander Lembcke, der sich aber sehr über die Gegentore ärgerte. Auch das zweite Tor entsprang einer Standardsituation, nach Ecke von Timo Zimmermann machte Marius Link per Kopf alles klar. „Wir wussten was passiert, konnten die Ecke aber trotzdem nicht verteidigen. Insgesamt ist der Sieg für FT verdient, wenn auch um ein Tor zu hoch.“
Die Euphorie, die in Dipperz und Dirlos herrscht, soll die Niederlage aber nicht dämpfen – ganz im Gegenteil. „Wir spielen ja immer noch eine super Saison und hätten nicht gedacht, dass wir überhaupt in die Situation eines solchen Spitzenspiels kommen. Wir merken in diesen Begegnungen, dass wir nicht so weit weg sind. Und warum sollten wir mit unseren Leistungen nicht weiter oben dranbleiben?“, bleibt Lembcke weiter optimistisch.
Dritter ist die FSG immerhin noch, könnte mit einem Sieg aber den Hünfelder SV II überholen, der ein Spiel mehr auf dem Konto hat. FT Fulda hat vor dem HSV derweil vier Punkte Vorsprung: „Für uns war das ein perfektes Wochenende“, freute sich Andrijasevic über die Siege in Hofbieber und Dipperz. / vg
Die Statistik:
FSG Dipperz/Dirlos: L. Stüss; Hau, Lembcke, M. Beier, Brauer, Mäurer, F. Stüss, Goldbach, Gutberlet, Rosada, Lörcher (T. Beier, Wagner).
FT Fulda: Hüter; D. Möller, Auth, Kollmann, Weber, Schäfer, Lofink, Santiago Marmol, Link, F. Möller, Röhm (Zimmermann, Gropp, Andrijasevic).
Schiedsrichter: Holger Muschik (Hünfeld).
Zuschauer: 300.
Tore: 0:1 Marcel Röhm (23.), 0:2 Marius Link (87.).

