Schaub stark, Bari stärker – Fotos
Hessenliga: Klasse Buchonen-Spiel nicht belohnt
Flieden lieferte ein klasse Spiel ab, wie hier Kemal Sarvan (links) gegen Marcel Wilke. Foto: Charlie Rolff
Dabei führte Flieden nach frühem Rückstand zwischenzeitlich gar 3:1. Das Spiel begann denkbar ungünstig für die Buchonen: Alzenaus Linksverteidiger Francesco Calabrese spielte einen simplen langen Ball in den Strafraum, in den Last-Minute-Neuzugang Manuel Konate-Lueken, der zuletzt bei Alemannia Aachen spielte, eingestartet war. Gefährlich wäre es eher nicht geworden, wenn nicht Fliedens Keeper Lukas Hohmann aus seinem Kasten gestürmt wäre, so aber überlupft werden konnte und Salvatore Bari ohne Mühe ins verwaiste Tor einschieben durfte (7.).
Coach Meik Voll war an der Linie außer sich, doch mitten in seine Generalkritik hinein holte Kemal Sarvan einen Freistoß in lukrativer Position heraus, den Taras Zaviiskyi herrlich auf Fabian Schaubs Kopf servierte. 1:1 nur zwei Minuten später. Und Schaub unterstrich seine aufsteigende Form eindrucksvoll. Rechts durchgebrochen flankte er auf Andreas Drews, der den Ball erst nicht kontrollieren konnte, Schaub somit ungewollt Zeit einräumte, damit dieser Drews' Flanke in der Zentrale zum 2:1 einköpfen konnte (25.). Flieden fand eine glänzende Balance aus Aggressivität und Spielintelligenz. Die Pausenführung ging in Ordnung.
Barletta spricht von glücklichem Sieg
Und die wurde sogleich ausgebaut, als diesmal Schaub den Vorlagengeber mimen durfte und der erneut starke Zaviiskyi per Kopf nicht mehr viel falsch machen konnte (48.). Alzenau schien geschlagen, doch die Köpfe gingen beim Tabellenzweiten nicht runter – im Gegenteil. Sofort machte Angelo Barlettas Elf Druck – und drehte die Partie tatsächlich in Gänze. Bari traf erneut, diesmal per Kopf nach Konate-Luekens Flanke (56.). Den Ausgleich besorgte Kreso Ljubicic per direktem Freistoß aus 24 Metern ins Torwarteck – auch da sah Keeper Hohmann nicht gut aus. Chancenlos war er hingegen bei Baris Siegtreffer. Erneut hatte Konate-Lueken in seinem ersten Spiel für Alzenau aufgelegt, diesmal traf Bari trocken aus 18 Metern (82.).
Bitter war für die Buchonen nicht nur die brutale Effektivität der Gäste, sondern auch zwei Szenen, in denen sie doch noch für ein anderes Ergebnis hätten sorgen können: Zaviiskyi traf nach Schaubs Flanke nur den Prosten (80.), dazu vergab Joker Mike Weismantel recht freistehend das 4:4 in der Nachspielzeit. "Nach dem 3:1 wurde für uns die Zeit zu lange", ärgerte sich Voll, der "eine richtig bittere Niederlage" konstatieren musste. Seinem Keeper machte er keine Vorwürfe und zollte dem Rest des Teams Respekt. Und Angelo Barletta gab ehrlich zu, "dass, wenn das 4:3 auf der anderen Seite fällt, verlassen wir das Feld verdient als Verlierer".
Die Statistik:
Buchonia Flieden: L. Hohmann – Leibold, Zeller (85. Weismantel), Bartel, N. Hohmann – Gaul (75. Rumpeltes), Sarvan – Röhrig, Drews, Zaviiskyi – Schaub (81. Hagemann).
Bayern Alzenau: Takidis – Wörner (55. Cetin), Wilke, Auer, Calabrese – Milosevic, Ljubicic – Kaiser, Kalata (71. Ogbay), Konate-Lueken (87. Schmitt) – Bari.
Schiedsrichter: Christoffer Reimund (Eintracht Zwingenberg).
Zuschauer: 450.
Tore: 0:1 Salvatore Bari (7.), 1:1 Fabian Schaub (10.), 2:1 Fabian Schaub (25.), 3:1 Taras Zaviiskyi (48.), 3:2 Salvatore Bari (56.), 3:3 Kreso Ljubicic (73.), 3:4 Salvatore Bari (82.).

