Starke Fliedener siegen dank Joker Götze

2:0 an der Bornwiese war hochverdient

31. August 2016, 21:21 Uhr

Fabian Schaub im Zweikampf mit Sodens Alexander Blocher. Foto: Ralph Kraus

Sieben Jahre nach dem letzten Gastspiel an der Sodener Bornwiese nahm Buchonia Flieden auch diesmal wieder die Punkte mit ins „Königreich“:Nach dem 2:1 vom Oktober 2009 lautete das Resultat diesmal 2:0 (0:0) für Flieden – und das völlig verdient.

„Heute Abend sitzen die Kritiker wieder bei uns am Tisch und trinken das Bier aus unserer Kiste. Aber das sollen sie ruhig auch tun: Meine Spieler haben das ganze Geschwätz, von wegen wir wären nicht fit, erneut eindrucksvoll widerlegt und gezeigt, dass die Formkurve weiter nach oben geht“, freute sich Fliedens Coach Meik Voll über einen Auftritt seiner Mannschaft, der vor drei Wochen noch nahezu unmöglich schien.

Mit jetzt 10:1-Toren und zehn Punkten aus vier Spielen sind die Fliedener wieder in der Spur: „Wir haben in der ersten Halbzeit absolut überhaupt nichts zwingendes von Soden zugelassen und nach dem Wechsel war das auch nicht wirklich viel. Ich habe zu keiner Sekunde daran gezweifelt, dass wir die Führung nach Hause bringen.“
Schon die ersten 45 Minuten gingen klar an Flieden, dass vier ordentliche Möglichkeiten (drei Mal Fabian Schaub, ein Mal Nico Hohmann) für sich verbuchen konnte. Das Eckenverhältnis von 4:0 spiegelt so ein bisschen auch das Chancenaufkommen wider.

Da ahnte aber noch niemand, dass Marc Götze zum Mann des Spiels werden sollte. In der 54. Minute für Benedikt Kress eingewechselt, machte Götze nur 120 Sekunden später den ersten Treffer. Nach einem langen Abschlag von Lukas Hohmann und der Verlängerung durch Schaub narrte Götze die Sodener Deckung.

Was folgte war ein Schuss von Lukas Ehlert aus spitzem Winkel, den Hohmann zur ersten Sodener Ecke (nach 61 Minuten) abwehren konnte. Später hatten die Hausherren noch eine einzige Ausgleichsmöglichkeit, als Ehlert einen Freistoß aus 17 Metern kläglich drüber drosch (79.).

Die Entscheidung fiel dann nach einem Konter, bei dem Marco Gaul seinen Gegenspielern über 40, 50 Meter davon lief und quer auf Götze passte. Wie der dann den Ball über Sodens Torwart mit einem raffinierten Heber versenkte, das war aller Ehren wert.

Sodens Trainer Sead Mehic hatte sich diesen Abend indes ganz anders vorgestellt: Er ließ statt wie bisher mit zwei Stürmern diesmal in einem 4-2-3-1 spielen. Mehr Durchlagskraft in der Offensive gab dies dem Sodener Spiel nicht. „Klar bin ich schwer enttäuscht über diese Leistung: Wir hatten uns so viel vorgenommen, aber nach vorne hin hat uns jede Konsequenz gefehlt.“ Doppeltes Pech: Alexander Blocher musste mit einer Gehirnerschütterung (nach einem Kopfballduell mit Tobias Bartel) ins Krankenhaus. Auch für Bartel war kurz danach das Spiel zu Ende.

SG Bad Soden: Gonzales Garcia; Blocher (77. Albayrak), Demuth, Boutakhrit, Scheller, Dananovic (59. Mulfinger), Moaremoglu, Jordan (65. Paulowitsch), Hassler, Ehlert, Barsic.

Buchonia Flieden: L. Hohmann; Leibold, Bartel (84. Zeller), N. Hohmann, Rumpeltes, Kovacevic, C. Kress, B. Kress (54. Götze), Drews, Gaul, Schaub (65. Schersadeh).

Schiedsrichter: Marius Ulbrich (Büdingen)
Zuschauer: 700
Tore:
0:1 Marc Götze (56.)
0:2 Marc Götze (89.)

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