Verbandsliga: Münkel rettet Steinbach in der Nachspielzeit einen Punkt

Bad Sodens Trainer Sead Mehic: „Ist das bitter“

16. August 2015, 17:36 Uhr

Florian Münkel traf kurz vor Schluss zum 2:2-Endstand.

Die Spiele zwischen der SG Bad Soden und dem SV Steinbach waren meist besondere Auseinandersetzungen, und da machte auch das neunte Verbandsligaduell der beiden alten Rivalen keine Ausnahme: Nach weitgehend ereignisloser erster und dramatischer zweiter Halbzeit stand am Ende ein 2:2 (0:1).

Bis in die vierte Minute der Nachspielzeit führte die Mannschaft von Trainer Sead Mehic, ehe ein Kopfballtreffer von Florian Münkel zum 2:2 im langen Eck einschlug. SVS-Trainer Karl-Josef Müller lobte anschließend selbstredend „die große Moral meiner Mannschaft“, während Mehic mit Blick auf Zeitpunkt des Gegentreffers und Spielverlauf feststellte: „Ist das bitter.“

Eine Halbzeit lang hatte Steinbach mehr vom Spiel, Schüsse aufs Tor gab es in einer laufintensiven Begegnung dennoch nur einen: Petr Paliatka, wie gehabt Dreh- und Angelpunkt im Steinbacher Spiel, überwand SG-Keeper Arturo Gonzalez-Garcia mit einem platzierten Flachschuss aus 20 Metern zum 0:1 (38.).

Noch vor der Pause nahm Mehic den linken Außenverteidiger Julian Purcell aus dem Spiel, was etliche Umstellungen nach sich zog. Gefährlich wurden die Aktionen der erst im zweiten Spielabschnitt etwas mutigeren SG BadSoden jedoch erst mit der Hereinnahme von Sven Hassler.

Ab der 60. Minute brannte der Regionalligaerfahrene Spielmacher ein Feuerwerk ab. Nach 76 Minuten leitete Hassler einen Angriff über den rechten Flügel ein, der Bad Soden einen Freistoß bescherte. Taner Harmancioglu trat den Ball exakt auf den Schädel von Yannick Döhring, der wuchtig zum 1:1 einköpfte (76.). „Da muss einer von uns den Körper reinstellen“, haderte Steinbachs Trainer Müller. Beim 2:1 spielte Hassler den Ball exakt in den Lauf von Zuchowski, der in vollem Tempo den Ball über SVS-Keeper Marco Motzkus ins Tor hob (81.).

Es folgte jene Szene, die in beiden Teams noch einige Male rekapituliert werden dürfte: Ein Pass von Tuna Moaremoglu erreichte Sieniawski auf dem rechten Flügel. Der Pole und Tim Mulfinger liefen, bar jeder Gegenspieler, auf das Tor zu, Sieniawski legte, vorbei am chancenlosen Torwart, quer, doch stand Mulfinger vor dem Ball und damit vor dem leeren Tor im Abseits. Es folgte eine vierminütige Nachspielzeit, in der es Soden nicht verstand, die Führung gegen nur noch zehn Steinbacher über die Zeit zu retten.

Bad Soden: Gonzalez-Garcia; Purcell (44. Zuchowski), Özyer, Döhring, Harmancioglu – Moaremoglu, A. Albayrak – Sieniawski, Scheller, Noori (60. Hassler) – Mulfinger (90.+2 Paulowitsch).
Steinbach: Motzkus; Petrasch, Trabert, F. Wiegand, Kvaca (90. Ludwig) – Paliatka, M. Wiegand – Fladung, Rohde, Schleinig (46. van Leeuwen) – Münkel.
Schiedsrichter: Nicklas Rau (FC Kaichen).
Zuschauer: 100.
Tore: 0:1 Petr Paliatka (38.), 1:1 Yannick Döhring (76.), 2:1 Andrzej Zuchowski (81.), 2:2 Florian Münkel (90.+4).
Gelb-Rote Karte: Petr Paliatka (84., Steinbach). oi

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