Gruppenliga: Mulfinger macht früh alles klar
Soden siegt bei Flieden II mit 1:0 (1:0)
Der Treffer des Tages gelang dem ehemaligen Fliedener Tim Mulfinger nach sieben Spielminuten. Nach einer Freistoßflanke von Daniel Keim scheiterte der Sodener Angreifer zunächst mit einem Kopfball an Torwart André Ditzel, ehe er im Nachsetzen den Ball aus kurzer Distanz über die Linie drückte.
Die Berechtigung des Sodener Sieges in einem recht ereignisarmen und bemerkenswert emotionsfreien Duell zweier seit Jahr und Tag rivalisierender Nachbarn mochte man im Fliedener Lager nicht anerkennen. „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt, da wir überraschenderweise BadSoden spielerisch längst nicht so unterlegen waren wie das zu erwarten war. Leider haben wir die nötige Konsequenz im Abschluss vermissen lassen“, sagte Flieden Fußball-Abteilungsleiter Frank Happ.
Fliedens Trainer Meik Voll, dessen Schützlinge ohne Verstärkung aus dem Hessenligakader auskommen mussten, erklärte: „Die besseren Torchancen haben wir gehabt. Ich hätte gerne einmal gesehen, wie das Spiel verläuft, wenn wir in Führung gegangen wären. Sollte Bad Soden am Ende tatsächlich ganz oben stehen, dann haben sie das einzig und allein ihrem Torhüter zu verdanken.“ Bad Sodens Keeper, der nach auskurierter Bauchmuskelverletzung rechtzeitig zum Derby in den Kasten zurückgekehrte Arturo Gonzalez-Garcia, wurde nur in der Anfangsphase zweimal nennenswert geprüft, ansonsten verlebte der Spanier einen weitgehend ruhigen Abend.
Bad Soden hatte in der gesamten Partie mehr Ballbesitz, ließ das Bällchen phasenweise sehr kontrolliert laufen und stand vor allem in der zweiten Halbzeit bombensicher in der Defensive. Bei allem Bemühen bot Flieden Defizite im Spiel ohne Ball. Überraschungsmomente blieben weitgehend aus. Torjäger Marco Gaul wurde unzureichend in Szene gesetzt.
Nach Wiederbeginn hätte Bad Soden das Spiel schnell entscheiden können. Doch Sven Hassler schoss den Ball aus kürzester Distanz über das Tor (46.). Bei einem Freistoß von Keim reagierte SVF-Keeper Ditzel glänzend (62.). Auch Taner Harmancioglu (80.) sowie Mulfinger (82./88.) verpassten einen weiteren Sodener Treffer. Anders als in so vielen anderen Partien in dieser Saison wurde Bad Sodens fahrlässiger Umgang mit Torchancen diesmal jedoch nicht bestraft. Nur ein einziges Mal, als Marius Wetter nach einer Linksflanke mit langem Bein den Ball nicht richtig traf (85.), wäre Fliedens Ausgleichstreffer möglich gewesen.
„Ein verdienter Arbeitssieg, zumal dem Gegner außer langen Bällen ja nichts eingefallen ist“, konstatierte Bad Sodens Trainer Klaus Dörner nach dem Spiel.


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